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Krajewski (DEU, nach Sam) Er hat eine unwahrscheinliche…


Krajewski (DEU, nach Sam)

Er hat eine unwahrscheinliche Einstellung. Er will immer den richtigen Weg finden. Es war eine große Enttäuschung. Ich habe gemerkt wie er sich anfühlte wieder hier zu sein. Er hat ganz große Augen bekommen. Wir haben hier die Chance viel zu lernen. Ich habe entschieden mit dem jungen Pferd im Gelände es etwas ruhiger anzugehen. Ich habe das Gefühl, dass wir nächstes Jahr dann richtig angreifen können.

Sir Mark Todd (NZL)

I am delighted to be here in Aachen again. My horse was fantastic. It is a difficult course to go fast. There might be 1 or 2 riders who stay in the time. My horse jumped very well. It is a tricky course with difficult jumping efforts, it is twisty, up and down. But the going is absolutely perfect, the cut grass makes the horses want to jump. A big compliment to the organisers.

 

Andrew Hoy (AUS)

It was a difficult test. The time is demanding and so are the jumps. Even if you go quietly and slowly it still doesn’t guarantee that you’ll get the jumps, so it is important to find the right balance. I am actually riding my wife’s horse here, she let me have a go, so I am indebted to her. My horse was fantastic and I am very pleased.

 

Christopher Burton (AUS)

It was an amazing ride all the way round. My horse did a good job. I simply love her. I am delighted to be here. It is such an exciting place here in Aachen and it is lovely to be here in this great arena with my family (in the arena with his son Harry on arm). When we walked into the stadium my son said “WOW”! It is unbelievable here, there is no experience like it anywhere else in the world. The crowd were cheering for me and my horse. 16a was the most difficult fence. But hats off to Rüdiger Schwarz he is a very good course designer.

The Australian selectors are going to be dizzy after the performances of all the Australians today with a view to Tryon. It is lovely to see all these Australian flags here. I am Australian born and bred, but I live in the UK, because it is the best place to be in terms of competing. I’ll certainly be back next year, I wouldn’t miss it for the world.

Deutschland und Julia Krajewski führen im DHL-Preis

Nach den ersten beiden Teilprüfungen im DHL-Preis, dem…


Nach den ersten beiden Teilprüfungen im DHL-Preis, dem Vielseitigkeitsnationenpreis in Aachen, führt die deutsche Mannschaft die Nationenpreiswertung an. Und Julia Krajewski liegt mit ihren beiden Pferden an der Spitze der Einzelwertung.

 

Deutschland führt mit 79,40 Minuspunkten vor Frankreich (90,90) und Neuseeland (92,50). Schon nach der Dressur hatten Julia Krajewski auf Samourai du Thot (22,50), Ingrid Klimke mit SAP Hale Bob OLD (26,10), Kai Rüder auf Colani Sunrise (30,80) und Andreas Dibowski auf FRH Corrida (58,10) die Führung übernommen und gaben sie auch nach dem Springen nicht mehr her.

 

In der Einzelwertung machen sich Julia Krajewskis Pferde gerade gegenseitig Konkurrenz. An der Spitze liegt sie mit Chipmunk FRH, der mit sensationellen 19,7 Minuspunkten aus dem Viereck gekommen war und sich auch im Parcours nichts zu Schulden kommen ließ. Dahinter reihte sich Championatspferd Samourai du Thot ein. Er war nach der Dressur noch Vierter gewesen, liegt nun aber an zweiter Stelle hinter dem Stallkollegen. Rang drei nimmt vor dem Cross der Niederländer Tim Lips auf Byro ein (23,30), gefolgt von Ingrid Klimke und SAP Hale Bob OLD, die ihren zweiten Rang aus der Dressur durch einen Springfehler im Parcours verspielten.

Preis des Handwerks „der totale Wahnsinn“ für den Kreisverband Mettmann

Einen Sieg im ersten Anlauf feierte der Kreiverband…


Einen Sieg im ersten Anlauf feierte der Kreiverband Mettmann im Preis des Handwerks, dem Quadrillen Championat beim CHIO Aachen. Wie das ist? „Der totale Wahnsinn!“

 

Man könnte sagen, da ging die Lutzi ab als Iris Charles auf La Lutzi, Chantal van de Griend mit Lord Niro, Patricia Knell auf Fürst Finaldo und Stephanie Knell im Sattel von Don Giovann im stylischen grünen Glitzerfrack eine Quadrille der Klasse M zelebrierten, die die internationale Fünf-Sterne-Richter-Jury so hoch in den Notentopf greifen ließ wie sonst nur bei Isabell Werth & Co. Mit 18,7 Punkten (A-Note 8,9, B-Note 9,8) siegte der Kreisverband Mettmann unter der Ägide von Marco Schmid. Iris Charles fasste kurz und knackig zusammen: „Das war der absolute Hammer!“

 

Knapp geschlagene Zweite wurden mit 18,6 Punkten die Reiterinnen des Kreisverband Düren unter Sabine Fuchs: Anne Schagen/Sambalero, Rebecca Ida Winkler/Rockadinho, Svenja Wolf mit Dior und Deborah Zester/Remington D.

 

Der Dritte Platz ging an das Krefelder Quartett Angela Bißels/Faunus, Christina Dahl/Las Vegas, Nicole Louven/Laurino und Iris Rommerskirchen/Danoni, die von Tanja Liepack vorgestellt wurden (18 Punkte).

Lindt-Preis an Isabell Werth und die außergewöhnliche Bella Rose

Man musste Isabell Werth nicht fragen, wie es…


Man musste Isabell Werth nicht fragen, wie es ihr nach dem über 80 Prozent-Sieg mit Bella Rose im Lindt-Preis, dem Grand Prix Special beim CHIO Aachen 2018, geht. Man sah es ihr an.

 

Man sollte meinen, wenn man 595 Grand Prix-Prüfungen auf nationaler und internationaler Ebene gewonnen hat, gewöhne man sich irgendwann daran. Den Eindruck machte Isabell Werth heute nicht, als sie nach einer 80,149 Prozent-Runde auf Bella Rose aus dem Viereck kam. „Ich bin natürlich überglücklich!“, strahlte die erfolgreichste Dressurreiterin aller Zeiten und ergänzte halb im Spaß, halb im Ernst vielsagend: „Wenn der Jockey das jetzt noch mit den Wechseln hinbekommt …“. Ganz fehlerfrei war die Prüfung der beiden nämlich nicht. Dass sie es trotzdem auf über 80 Prozent gebracht hatten, lag vor allem an überragenden Piaffen, Passagen und Traversalen. Das geht kaum besser, wie die Noten es in diesen Lektionen auch widerspiegelten. Werth brachte es auf den Punkt: „Es ist unwahrscheinlich, wie dieses Pferd mitkämpft! Natürlich war da heute noch ein bisschen Spannung in den Wechseln. Aber es ist außergewöhnlich, dass sie nach vier Jahren mit dieser Atmosphäre hier so umgehen kann!“ Alles andere sei nun nur noch eine Frage von Kraft und Prüfungsroutine. Ob es sich für sie anders anfühlt, mit Bella Rose ins Viereck zu reiten, die mehr als drei Jahre kein Turnier mehr gesehen hat und vor vier Jahren zuletzt hier in Aachen war? „Ja …“ Ein einziges Wort kann so viel aussagen.

 

Allen Grund zur Freude hatte trotz kleiner Fehlerchen (unter anderem Angaloppieren statt starker Trab aus der Passage) auch Jessica von Bredow-Werndl mit ihrer KWPN-Stute Zaire-E, ihrer Ballerina, wie sie sagt. Die Stute war im Grand Prix um den HAVENS Pferdefutter-Preis doch noch sehr beeindruckt gewesen von der Atmosphäre im Deutsche Bank Stadion. Heute schien sie sich sehr wohl zu fühlen und ging eine weitgehend runde Prüfung, die mit 72,702 Prozent bewertet wurde.

 

Rang drei teilten sich zwei Paare: die Dänin Betina Jæger mit dem Hannoveraner Mane Stream Belstaff und Steffen Peters (USA) auf Suppenkasper, einen KWPN-Wallach, der von Helen Langehanenberg ausgebildet worden war und vor ziemlich genau einem Jahr aus dem Münsterland nach Kalifornien zu Steffen Peters zog. Beide erhielten 71,340 Prozent von den Richtern.

EIN SOMMERNACHTSTRAUM IM MERCEDES-BENZ NATIONENPREIS

Sie traten als Titelverteidiger an – aber ob…


Sie traten als Titelverteidiger an – aber ob es erneut etwas werden würde mit dem Sieg der deutschen Springreiter im Mercedes-Benz Nationenpreis beim CHIO Aachen? Nach den Ergebnissen der Nationenpreise zu Jahresanfang gab es Zweifel. Doch drei Hoffnungsträger des deutschen Springsports und ein Leitfuchs haben alle Unkenrufer eines Besseren belehrt.
Dr. Carsten Oder, Vorsitzender der Geschäftsleitung Mercedes-Benz Vertrieb Deutschland, flachste in der anschließenden Pressekonferenz: „Anders als beim Fußball sehen wir hier, wie es klappt, Jung und Alt zu mixen.“ Laura Klaphake, Simone Blum, Maurice Tebbel und Routinier Marcus Ehning haben den Sommernachtstraum in der Soers wahr werden lassen. Mit lediglich vier Strafpunkten aus beiden Umläufen siegten sie vor den Teams aus Irland (6 Strafpunkte) und den Niederlanden (9). Und wie sie siegten! Laura Klaphake hatte mit ihrer Stute Catch Me If You Can zwei fehlerfreie Runden in der Soers gedreht, die als Exempel für schönes Springreiten hätten herhalten können. Für sie war der Nationenpreis in Aachen ebenso Premiere wie für Simone Blum und Alice. Die hatten einen Fehler im ersten Umlauf, lieferten aber eine super Nullrunde im zweiten.

Maurice Tebbel hatte auf Chacco’s Son 2017 Aachener Nationenpreis-Premiere – und feierte so schon seinen zweiten Triumph in der Soers nach einer tollen fehlerfreien Runde eins und einem Abwurf im zweiten Umlauf, den er sich so erklärte, dass sein sonst so vorsichtiger Hengst leicht weggerutscht war im Absprung und nicht genügend Halt hatte, um sich kraftvoll vom Boden abzudrücken.

Marcus Ehning witzelte in der Pressekonferenz, er sei schon so alt, er könne nicht mehr zählen, wie oft er in Aachen schon für Deutschland geritten ist. Fest steht, er war die letzten beiden Male dabei als der Mercedes-Benz Nationenpreis nach Deutschland ging. Und heute lieferte er den entscheidenden Ritt zum Sieg.

 

Der Ritt zum Sieg

Als erfahrenster Reiter spielte Ehning mit seinem französischen Fuchs Pret a Tout eine Schlüsselrolle fürs Team. So hatte Bundestrainer Otto Becker ihn als Schlussreiter auserkoren, der ja nicht selten über Sieg oder Niederlage zu entscheiden hat. Das war auch heute so. Als Ehning einritt, lag Deutschland mit einem Punkt Vorsprung in Führung. Bliebe er null, wäre dem Team der Sieg sicher. Auf der Teilnehmertribüne hielten sich Simone Blum und Laura Klaphake eng umschlungen und zitterten bei jedem Hindernis – hier geht’s zum Facebook-Video. In der ersten Runde hatten Ehning und sein Hiram Chambertin-Sohn einen Abwurf. Würde es diesmal klappen? 40.000 Zuschauer wurden mucksmäuschenstill. Ein Hindernis nach dem anderen gelang fehlerfrei. Aber so ein Nationenpreisparcours ist lang! Als Ehning die dreifache Kombination problemlos hinter sich gebracht hatte und auf das letzte Hindernis zusteuerte, wurden die ersten Stimmen laut. Zischen von allen Seiten: „Pssssst!“ Konzentration! Schließlich kann auch hier noch eine Stange fallen! Doch Pret a Tout kennt seinen Job. Auch das letzte Hindernis meisterte er ohne die geringsten Probleme. Ein Aufschrei ging durch die Soers. Ohrenbetäubender Applaus, Deutschlandfahnen, Riesenfreude! Geschafft!

 

Coole Youngster

Als er zum Abreiteplatz kam, platzte es aus Bundestrainer Otto Becker heraus: „Geile Truppe!!! Wie die zusammenhalten, wie die kämpfen – einfach toll! Und wie die Youngster das hier gemacht haben – so etwas von cool!“ Der deutsche Springsport ist in einer Umbruchphase. Altbewährte Kräfte stehen aktuell nicht zur Verfügung, dafür aber die Kraft der Jugend. Der Anfang der Saison war „etwas holprig“, gab Otto Becker zu. Dann folgte ein zweiter Platz beim CHIO Rotterdam, wo ebenfalls Laura Klaphake – die übrigens seit drei Jahren Mitglied der von Rolex initiierten European Young Riders Academy ist und im Rahmen dessen regelmäßig mit Franke Sloothaak trainiert – und Catch Me If You Can mit zwei fehlerfreien Runden die beste Teamleistung geliefert hatten. Das war also alles andere als eine Eintagsfliege heute. Hat sie ein Erfolgsgeheimnis? „Ich küsse mein Pferd vor dem Einritt!“ Ob es daran liegt oder daran, dass die Stute derzeit einfach „in der Form ihres Lebens ist“ (Laura Klaphake) weiß man nicht, aber feststeht: So sehen Sieger aus! Klaphakes Fazit nach ihrem ersten Nationenpreis in Aachen: „Ein Traum ist wahr geworden, erstens, weil ich überhaupt im Team reiten durfte, zweitens, weil wir dann auch noch gewonnen haben.“

Simone Blum und Alice, die vor Aachen nur ein Turnier zur Vorbereitung hatte, weil sie im Frühjahr ein paar Wochen hatte pausieren müssen, hinterließen ebenfalls einen hervorragenden Eindruck. Eine völlig überwältigte Simone Blum meinte: „Ich kann es einfach nicht glauben! Das war ein fantastischer Tag, ein fantastisches Team und ich bin stolz auf uns alle!“ Und ein Marcus Ehning, der hier schon so oft in der Soers unterwegs war, dass er es gar nicht mehr zählen kann, betonte: „Wenn man einmal hier gewinnt, dann möchte man immer wieder hier gewinnen! Nun ist uns das dreimal hintereinander gelungen. Da ist man einfach nur glücklich!“ Und mit einem Seitenblick auf seine Mannschaftskollegen lobte der Olympiasieger mit der Mannschaft: „Die jungen Reiter haben wirklich eine tolle Leistung abgelegt!“

Eine gute Nachricht hatte noch Dr. Carsten Oder mitgebracht: „Mercedes-Benz ist hier seit 64 Jahren Partner, wir haben entschieden, auch noch das 65., 66. und 67. Jahr zu bleiben.“

Dieser Sieg war auch dem verstorbenen Hans Günter Winkler gewidmet. Alle vier Reiter trugen eine schwarze Armbinde in Gedenken an die Legende des Springsports. Der große „HGW“ hätte ganz sicher seine Freude an diesem Abend in der Soers gehabt.

Ein legendärer Abend findet einen würdigen Abschluss. Dem siegreichen Team und Bundestrainer Otto Becker (Mitte) gratulieren Dr. Carsten Oder, Vorsitzender der Geschäftsleitung Mercedes-Benz Vertrieb Deutschland, (links) und Carl Meulenbergh, Präsident des Aachen-Laurensberger Rennvereins e.V. Foto: CHIO Aachen/ Michael Strauch

VBR-PREIS AN PHILIPP WEISHAUPT UND EIN PFERD ZWISCHEN GENIE UND WAHNSINN

Die erste Nationalhymne, die heute beim CHIO Aachen…


Die erste Nationalhymne, die heute beim CHIO Aachen erklang, war die deutsche. Gespielt wurde sie für Philipp Weishaupt, der mit deutlichem Vorsprung den VBR-Preis gewann, ein Zwei-Phasen-Springen über 1,55 Meter.
„Das war heute ordentlich hoch aufgebaut“, resümierte Philipp Weishaupt nach der Siegerehrung für den VBR-Preis. Kein Thema für seinen zwölfjährigen Holsteiner Lesson Peak. Und schnell war der Lord Z-Sohn auch noch: Fast zwei Sekunden Vorsprung hatte er zum Rest des Feldes. Weishaupt kam nach 35,08 Sekunden ins Ziel. Zweiter wurde mit ebenfalls fehlerfreien 36,97 Sekunden der Belgier Yves Vanderhasselt auf Hetman Of Colors, gefolgt von Laura Kraut (USA) mit Zeremonie (0/38,99).

In einem Zwei-Phasen-Springen schließt sich das Stechen quasi direkt an den Normalparcours an. Bleibt ein Paar während des ersten Teiles des Kurses fehlerfrei, darf es ab einem bestimmten Hindernis weiterreiten über den Rest. Hier geht es dann gegen die Uhr. Der Parcours selbst sei „fast wie ein Standardparcours“ gewesen, beschrieb Weishaupt. Aber lang mit 14 Sprüngen. Bei der Wärme ganz schön anstrengend! Da ist es von Vorteil, wenn man ein Pferd hat, das von Natur aus etwas mehr Temperament hat – wie Weishaupts Lesson Peak: „Er ist an der oberen Grenze zwischen Genie und Wahnsinn“, so sein Reiter. Die beiden sind erst seit wenigen Wochen ein Paar. Weishaupt hat den Wallach von einem kanadischen Schüler seines Arbeitgebers Ludger Beerbaum übernommen und war unter anderem auch beim CHIO Rotterdam siegreich gewesen mit ihm. „Aber zuhause zu gewinnen ist immer noch mal etwas anderes“, sagte der zweifache Rolex Major-Gewinner, „und hier in Aachen ist es immer besonders, egal bei welchem Springen!“

CHARDON JUNIOR HOLT SEINEN ERSTEN AACHEN-SIEG BEI DER JAGD UM PUNKTE

25 Jahre jung ist der Vierspänner-Fahrer Bram Chardon,…


25 Jahre jung ist der Vierspänner-Fahrer Bram Chardon, Sohn der niederländischen Legende an den Leinen, Ijsbrand Chardon. Und fast genauso lange ist er regelmäßiger Gast beim CHIO Aachen. Doch selbst sitzt er dieses Jahr zum ersten Mal auf dem Bock. Und holte prompt seinen ersten Sieg.
Für die Vierspänner stand heute die Jagd um Punkte auf dem Programm, eine Prüfung bei der die Fahrer sich ihren Weg durch die Hindernisse selbst suchen. Je nach Schwierigkeitsgrad gibt es für das Absolvieren der Hindernisse eine festgelegte Anzahl Punkte. Es gewinnt der Fahrer mit den meisten Punkten und der schnellsten Zeit.

Und das war heute der Niederländer Bram Chardon bei seinem ersten CHIO Aachen-Start. „Ich war schon froh, wie es in den letzten beiden Tagen gelaufen ist“, erklärte der hochgewachsene Blondschopf, der zusammen mit seinem Vater Ijsbrand sowie Koos de Ronde die Nationenpreiswertung anführt. „Hier in Aachen zu starten, ist für mich ein Traum. Und dann heute Nachmittag mit der weißen Decke ins Hauptstadion einzufahren, das ist schon jetzt ein Riesenerfolg für mich!“

Aber noch ist der CHIO Aachen ja noch nicht vorbei. Morgen geht es ins Gelände auf die Marathon-Strecke. Bram Chardon sagt: „Ich fühle mich gut vorbereitet. Aber der Marathon in Aachen ist anders als überall sonst. Die vielen Menschen, die Atmosphäre, das macht es schwieriger, sich zu konzentrieren. Zumal die Pferde hier fünf Tage lang alles geben müssen. Aber das Gespann von heute geht morgen auch beim Marathon und Sonntag beim Kegelfahren. Das gibt mir Sicherheit. Außerdem fühle ich mich gut vorbereitet. Ich habe das Gefühl, wir sind bereit für Aachen.“

Brams Vater Ijsbrand Chardon wurde heute Fünfter. Sein Sohn war im vergangenen Jahr noch Beifahrer bei ihm. „Inzwischen ist das ein richtiger Battle zwischen Papa und mir. Aber wir sind immer noch ein Team, gehen zusammen die Strecken ab und machen uns einen Plan.“

Knapp geschlagene Zweite wurde Mareike Harm für Deutschland. An einem entscheidenden Hindernis war ein Ball gefallen. Sonst hätte sie gewonnen. „Es wäre natürlich schön gewesen, wenn der liegen geblieben wäre“, sagte die Schleswig-Holsteinerin. „Aber wir sind glücklich!“

Hinter Mareike Harm reihte der Ungar József Dobrovitz als Dritter ein, gefolgt von Koos de Ronde (NED), Ijsbrand Chardon (NED), Glenn Geerts (BEL) und Benjamin Aillaud (FRA). Der zweifache Dressursieger Boyd Exell (AUS) wurde „nur“ Achter.

SHANE SWEETNAM HATTE EINEN PLAN IM PREIS DER SPARKASSE

… und der lautete: gewinnen. Schließlich ist Shane…


… und der lautete: gewinnen. Schließlich ist Shane Sweetnam Ire. Und die Iren – so sagt er – mögen Springen über Naturhindernisse wie den Preis der Sparkasse über Gräben und Wälle.
Der Plan ging auf. Shane Sweetnam war sich seiner Sache heute ziemlich sicher. Der Grund für seinen Optimismus hat vier Beine und heißt Cyklon: „Er ist 17 Jahre alt und hat schon viel gewonnen. Außerdem war er schon Zweiter im Derby von Falsterbo. Er hat Erfahrung über Naturhindernisse und kann da richtig schnell sein.“ Das hat man heute gesehen: Ohne Fehler galoppierten der Hengst und sein Reiter in 64,89 Sekunden zum Sieg.

 

Das Nachsehen hatte der Brite Harry Charles, 19-jähriger frisch gebackener Europameister der jungen Reiter und Mitglied der von Rolex gesponserten European Young Riders Academy. Er ritt den KWPN-Hengst Controe v. Wender R in 65,29 Sekunden über den Parcours. Über Rang drei freute sich Hans-Dieter Dreher auf dem Selle Français-Wallach Tiopepe des Champs nach einer 67,09 Sekunden-Runde.

JIL-MARIELLE BECKS OHNE ERWARTUNGEN ZUR ZWEITEN GOLDENEN U25-SCHLEIFE

Damit hätte Dressurtalent Jil-Marielle Becks nicht gerechnet –…


Damit hätte Dressurtalent Jil-Marielle Becks nicht gerechnet – nicht nur, dass sie in ihrer ersten U25-Saison direkt in Aachen starten darf, sie gewinnt auch noch direkt zwei Prüfungen im Preis der Liselott und Klaus Rheinberger Stiftung.

Erst sicherte sich die 20-jährige Jiil-Marielle Becks die Einzelwertung der Intermédiaire II (und mit der Mannschaft den U25-Nationenpreis) mit ihrem Damon’s Satelite, dann legte sie im Kurz Grand Prix noch einen drauf: 73,128 Prozent gaben die Richter für die Vorstellung des Paares, das seine erste U25-Saison bestreitet. „Ein gutes Ergebnis dafür, dass unsere Stärke sonst eigentlich die Intermédiaire II ist“, meinte Becks und gab zu: „Ich hätte überhaupt nicht damit gerechnet, dass das hier so läuft. Ich hatte gehofft, unter die ersten drei zu kommen. Dass wir hier jetzt zweimal gewonnen haben, ist überwältigend!“ Gefreut hat die Schülerin von Reitmeister Klaus Balkenhol nicht nur ihr Ergebnis, sondern auch wie tapfer sich ihr zehnjähriger Westfalen-Wallach Damon’s Satelite in der Soers geschlagen hat. Von der Atmosphäre im Deutsche Bank-Stadion zeigte er sich recht unbeeindruckt. Becks‘ Erklärung: „Er ist bei uns geboren. Ich kenne ihn von klein auf und habe ihn regelmäßig geritten seit er vier Jahre alt ist. Wir sind quasi zusammen aufgewachsen.“ Das schweißt natürlich zusammen.

Platz zwei ging in die Niederlande, an Jeanine Nieuwenhuis auf TC Athene. Sie und Becks kennen sich gut. Unter anderem waren sie 2016 bei den Europameisterschaften der Jungen Reiter in Oliva, Spanien, aufeinander getroffen. Damals holte Jeanine Nieuwenhuis sowohl in der Einzelwertung als auch in der Kür Gold. Jil-Marielle Becks und Damon’s Satelite gewannen Silber und Bronze. Diesmal musste Nieuwenhuis Becks den Vortritt lassen. Sie selbst war mit 71,821 Prozent aus dem Viereck gekommen.

Der dritte Platz war schwedisch besetzt mit Marina Mattsson auf dem Hannoveraner Quarterback-Sohn Quartermain (70,821 Prozent). Dicht dahinter folgte die amtierende U25-Europameisterin Lisa-Maria Klössinger mit FBW Daktari (70,615 Prozent). Klössinger war etwas enttäuscht, weil ihr hoch sensibler Wallach sich heute eigentlich viel wohler fühlte im Deutsche Bank Stadion als in den Prüfungen zuvor. Aber ausgerechnet ihre Paradelektion, die doppelt zählenden Einerwechsel, gingen heute schief. Das war teuer! Dafür will Klössinger morgen in der Kür angreifen.

PREIS VON NORDRHEIN-WESTFALEN IN DIE USA

2017 hatte der US-Amerikaner McLain Ward Clinta beim…


2017 hatte der US-Amerikaner McLain Ward Clinta beim CHIO Aachen unter Philip Rüping entdeckt. Sieben Monate hat er mit Vorbesitzer Paul Schockemöhle verhandelt. Nun reitet er die Superstute selbst hier und sicherte sich heute den Preis von Nordrhein-Westfalen.

Der Preis von Nordrhein-Westfalen wird über zwei Umläufe entschieden. Die besten 25 Paare aus Runde eins dürfen noch einmal gegen die Uhr antreten, nehmen die Strafpunkte aus dem ersten Umlauf aber mit. McLain Wards Oldenburger Stute Clinta hatte eine reine Weste als sie zum zweiten Mal das Stadion in der Soers betrat (wie bislang in jedem Großen Preis, den McLain Ward mit ihr geritten ist, seitdem er sie im Frühjahr 2018 übernahm). Und sie ließen sich auch gegen die Uhr nichts zu Schulden kommen. Außerdem waren sie blitzschnell: 46,95 Sekunden. Für McLain Ward keine Überraschung: „Sie ist wirklich ein spektakulärer Springer. Und so vorsichtig, dass wir am Anfang gar nicht sicher waren, ob sie die ganz schweren Springen überhaupt gehen würde. Aber sie hat bewiesen, dass sie alles kann!“

 

Auf diese Art und Weise zeigte die elfjährige Schimmelstute dem erfahrenen 17-jährigen Reveur de Hurtebise unter Kevin Staut die Eisen. Die beiden Mannschaftsolympiasieger von Rio 2016 kamen nach 48,16 Sekunden ins Ziel, die zweitbeste Zeit. Kevin Staut nutzte die Gelegenheit hier in Aachen, um etwas klarzustellen: Es ist nicht so, dass Reveur de Hurtebise nach einem etwas unglücklichen Auftritt beim Weltcup-Finale in Paris nicht mehr im Sport gehen sollte. „Das haben wir vielleicht etwas missverständlich kommuniziert. Er soll keine Championate mehr gehen und nicht mehr den Druck haben.“ Darum setzt Staut am Sonntag im Rolex Grand Prix auch nicht auf den blitzschnellen Fuchs, sondern auf sein Nationenpreispferd Silver Deux de Virton – räumt aber auch ein: „Mit Reveur hätte ich wohl die besseren Chancen.“

 

Dritter wurde der Ire Cameron Hanley auf der zehnjährigen Tinka’s Boy-Tochter Eis Isaura nach fehlerfreien 48,49 Sekunden. Auch sie wird während des Rolex Grand Prix im Stall bleiben. Ihr Reiter betont aber, für die Zukunft sehe er in ihr auf jeden Fall ein zukünftiges Grand Prix Pferd.

 

Einen super Eindruck haben auch Maurice Tebbel und der neunjährige Rheinländer Hengst Don Diarado v. Diarado in dem Springen hinterlassen. Die Familie Müter hatte den Hengst gerade für den frisch gebackenen Wiederholungstäter im Mercedes-Benz Nationenpreis gesichert. Gute Entscheidung, wie der heutige vierte Platz im Preis von Nordrhein-Westfalen noch einmal unterstrich (0/49,29). Im vergangenen Jahr waren die beiden noch Sieger im U25 Springpokal gewesen.

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