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THOMAS MÜLLER: DAS IST EINZIGARTIG

Bevor für ihn beim FC Bayern München die…


Bevor für ihn beim FC Bayern München die Vorbereitung auf die neue Saison losgeht, schaut Fußballprofi Thomas Müller noch beim Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen vorbei. Warum er besonders Ludger Beerbaum und Isabell Werth die Daumen drückt, und was für ihn den CHIO Aachen ausmacht, verriet er im Gespräch.

Frage: Sie und Ihre Frau Lisa sind Stammgäste hier in der Soers, was macht für Sie den CHIO Aachen aus?
Thomas Müller: Alleine die Dimensionen hier auf dem Gelände, die Stadien und die Zeltlandschaft, das ist einzigartig in der Pferdewelt. Die Stimmung, die hier herrscht, und auch zu spüren, wie wichtig es den Reitern ist, hier dabeizusein, das macht Aachen aus.

Frage: Was werden Sie sich anschauen?
Thomas Müller: Wir werden versuchen, in beiden Stadien zu sein und uns morgen auch die Vielseitigkeit anzuschauen. Alles ganz entspannt, wonach uns gerade ist.

Frage: Wem drücken Sie besonders die Daumen?
Thomas Müller: Ich habe ja einen guten Kontakt zu Ludger Beerbaum, wir verstehen uns sehr gut und besitzen auch Fohlen zusammen. Und Isabell Werth ist ja unsere Trainerin, deswegen drücken wir da natürlich besonders die Daumen.

Frage: Wie gut tut Ihnen jetzt die Pause?
Thomas Müller: Wir sind ja immer noch in der Erholungsphase, im Ablenkungsmodus. Nächsten Mittwoch geht es für mich wieder los, aber bis dahin wollen wir die Zeit hier genießen und einfach schöne Momente erleben.

Mercedes-Benz und CHIO Aachen verlängern Partnerschaft

Mercedes-Benz und das Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen,…


Mercedes-Benz und das Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen, werden ihre Partnerschaft bis einschließlich 2021 verlängern.

Schon seit 1954 engagiert sich die Marke mit dem Stern in Aachen, was den CHIO zum längsten bestehenden Sponsoring der Daimler AG macht.

Der Reitsport und Mercedes-Benz gehören genauso zusammen wie unsere anspruchsvollen Kunden und unsere vielfältigen Fahrzeugmodelle – deshalb ist es für uns folgerichtig, dass wir uns weiterhin bei der wichtigsten Reitsportveranstaltung Deutschlands engagieren“, so Dr. Carsten Oder, Vorsitzender der Geschäftsleitung Mercedes-Benz Cars Vertrieb Deutschland und Leiter MBVD.

Mercedes-Benz ist einer von vier Generalsponsoren des CHIO Aachen. „Eine lange Tradition und stetiger Innovationswille sind gemeinsame Werte, die Mercedes-Benz und der CHIO Aachen teilen“, so Michael Mronz, Geschäftsführer der Aachener Reitturnier GmbH.

Beim CHIO Aachen ist Mercedes-Benz nicht nur Partner des Mercedes-Benz Nationenpreises, sondern auch Namensgeber der Mercedes-Benz Tribüne im Hauptstadion. Im CHIO-Village präsentiert die Premiumautomobilmarke auf einer exklusiven 1400 Quadratmeter großen Ausstellungsfläche das junge Erscheinungsbild der Marke. Zudem organisiert Mercedes-Benz mit mehr als 30 Fahrzeugen den exklusiven Shuttleservice rund um Deutschlands größte Sportveranstaltung.

O-Töne Mercedes-Benz Nationenpreis

Otto Becker, Chef d’Equipe Deutschland Da bleibt nicht…


Otto Becker, Chef d’Equipe Deutschland

Da bleibt nicht viel zu sagen: Ein tolles Team, das einen super Job gemacht hat! Wir haben zwar gehofft, dass wir gewinnen, denn wir hatten ein gutes Gefühl, aber nun ist es Realität geworden. Das ist noch einmal etwas anderes. Ich bin sehr stolz auf alle vier Reiter.

Simone Blum

Ich kann es einfach nicht glauben. Das war ein phantastischer Tag, ein phantastisches Team und ich bin stolz auf uns alle. Und mein Pferd ist auch toll gesprungen.

Laura Klaphake

Ein Traum ist wahr geworden: Erstens, weil ich überhaupt im Team reiten durfte, zweitens, weil wir dann auch noch gewonnen haben. Ein Erfolgsrezept? Ich gebe meinem Pferd immer einen Kuss, bevor wir ins Stadion einreiten.

Maurice Tebbel

Ja, ich habe nun das zweite Mal hintereinander den Nationenpreis gewonnen. Ich kann es noch gar nicht richtig fassen. Bei der Siegerehrung habe ich zumindest eine kleine Ahnung davon bekommen.

Marcus Ehning

Wenn man einmal hier gewinnt, dann möchte man immer hier gewinnen! Nun ist uns das drei Mal hintereinander gelungen. Da ist man einfach nur glücklich! Die jungen Reiter haben wirklich eine tolle Leistung abgelegt.

Rodrigo Pessoa, Chef d’Equipe Irland

Wir sind erst einmal sehr glücklich, dass wir überhaupt in Aachen starten konnten! Der CHIO Aachen ist so ein tolles Event, mit so einer phantastischen Atmosphäre, so einem beeindruckenden Stadion. Wir waren so nah dran am Titel, daher bin ich natürlich etwas traurig über den zweiten Platz. Aber das Team hat ohne Frage eine super Leistung abgelegt.

Rob Ehrens, Chef d’Equipe Niederlande

Wir hatten eine sehr gute erste Runde, die zweite war nicht ganz so gut. Aber ok, das ist der Sport! Ich bin sehr stolz auf mein Team. Beim nächsten Mal sind wir einfach ein bisschen besser, damit wir auch noch mal gewinnen.

CHIO Aachen: Laura Graves triumphiert im Preis der Familie Tesch und bringt die USA in Führung im Nationenpreis

Die US-amerikanische Dressurreiterin Laura Graves war mit einem…


Die US-amerikanische Dressurreiterin Laura Graves war mit einem klaren Ziel vor Augen nach Aachen gekommen: gewinnen. Das ist ihr gleich im ersten Anlauf im Grand Prix um den Preis der Familie Tesch gelungen – allerdings zeigte sich ihre härteste Gegnerin, Dauerrivalin Isabell Werth, heute deutlich unter Form. Das verleiht auch dem Lambertz Nationenpreis der Dressurreiter, dessen erster Teil der heutige Grand Prix war, eine Spannung, wie selten zuvor.

 

Satte 80,606 Prozent gaben die Richter der US-Amazone Laura Graves für ihre Vorstellung im Grand Prix um den Preis der Familie Tesch auf dem Florett As-Sohn Verdades. Ein super Ergebnis und die deutliche Führung. Aber Laura Graves musste bis zum letzten Paar warten, ehe sie über ihren Sieg jubeln durfte. Denn das letzte Paar, das waren Isabell Werth und Emilio. Der Westfale war für Werths Weltcup-Siegerin Weihegold eingesprungen, eine Entscheidung des deutschen Dressurausschusses mit Hinblick auf die Weltreiterspiele in Tryon. Schließlich gilt: Wer in Aachen besteht, der tut das überall. Wenn er denn besteht …

 

Isabell Werths Emilio präsentierte sich heute nämlich gar nicht als der Musterknabe, der er sonst ist. In der ersten Piaffe wollte er wohl demonstrieren, dass er auch die Schulen über der Erde beherrscht und machte Ansätze zu steigen. Isabell Werth managte das mit der Routine, die man hat, wenn man 595 nationale und internationale Grand Prix-Siege auf 27 Pferden in der Tasche hat. Aber Emilio beruhigte sich nicht. Es folgten noch diverse weitere Patzer, die die Bewertung am Ende auf 72,516 Prozent drückten. Das hatte so niemand erwartet. Und erklärten konnte es schon gar keiner. Isabell Werth: „Ich weiß nicht, was passiert war. Da muss ich erst mal eine Nacht drüber schlafen. Für den Nationenpreis in Aachen stellt man sich eigentlich etwas anderes vor …“

 

Damit stand fest: Laura Graves und Verdades haben zum ersten Mal in ihrer Karriere den Preis der Familie Tesch beim CHIO Aachen gewonnen!

 

Isabell Werth und Emilio endeten abgeschlagen auf Platz 17 im Grand Prix. Hinter der Siegerin Laura Graves platzierte sich die EM-Dritte Cathrine Dufour mit ihrem Caprimond-Sohn Cassidy an zweiter Stelle (78,494 Prozent). Obwohl auch sie einen dicken Fehler hatte, als der 15-jährige Wallach sich beim Übergang aus dem versammelten Schritt in die Passage erschreckte und einen Satz nach vorne machte. Aber danach war er gleich wieder konzentriert. „Ansonsten ist die Prüfung für uns aber sehr gut gelaufen“, betonte sie später.

 

Rang drei könnte man ein wenig als das Wunder von Aachen bezeichnen: Vor vier Wochen hatte Helen Langehanenberg ihre zweite Tochter zur Welt gebracht, Finja. Wenige Tage später kündigte sie an, in Aachen reiten zu wollen. Den Plan hatte sie schon im Frühjahr in Neumünster am Rande des Weltcup-Turniers von Neumünster verlautbaren lassen – mit dem Zusatz: „Das müsste dann aber schon eine Punktlandung sein.“ Tochter Finja tat ihr den Gefallen. Schon fünf Tage nach der Geburt saß Langehanenberg erstmals wieder auf ihrem Mannschaftseuropameister Damsey. Der war während der Babypause seiner Reiterin von ihrem „super Team“ fit gehalten worden und hatte nichts verlernt. Gut so, denn am Freitag rief die Bundestrainerin Monica Theodorescu bei Helen Langehanenberg an und teilte ihr mit, dass sie statt der CDI4*-Tour im Team für den Lambertz Nationenpreis reiten soll. „Da hatte ich erstmal drei Sekunden lang Schnappatmung“, so Helen Langehanenberg. Aber Nervosität ist ein Fremdwort für sie: „Ich bin eh nicht der Typ der aufgeregt ist. Und mehr als gut reiten kann ich ja nicht.“ Und wie sie das heute tat – 77,034 Prozent bedeuten einen persönlichen Aachen-Rekord für sie und Damsey im Grand Prix. Monica Theodorescu kommentierte: „Ich kann das ja nicht beurteilen, weil ich nie ein Kind bekommen habe, aber dass sie so stark reitet – irre!“

 

Vierte im Preis der Familie Tesch wurde Jessica von Bredow-Werndl auf Aachen-Debütantin Dalera BB mit 76,848 Prozent. Für die elfjährige Trakehner Stute war dies erst der sechste Grand Prix ihres Lebens. Und die Selbstverständlichkeit, mit der sie sich heute in Aachen präsentierte, erstaunte selbst ihre Reiterin: „Die geht da rein und rockt das Ding!“, freute sich nach ihrem gelungenen Auftritt.

 

Die vierte deutsche Mannschaftsreiterin Dorothee Schneider auf Sammy Davis Jr. wurde in der Gesamtwertung Sechste mit 75,916 Prozent. Die beiden lieferten einen super Ritt. Bis plötzlich ein Flitzer der besonderen Art über das Viereck hoppelte: Ein Hase hatte sich ins Deutsche Bank Stadion verirrt. Dorothee Schneider und Sammy Davis Jr. waren so konzentriert, dass sie das gar nicht gemerkt haben – obwohl Meister Lampe direkt über die Diagonale huschte, auf der Sammy gerade mit den Einerwechseln beschäftigt war. Ein Raunen ging durchs Publikum, das Dorothee Schneider zutiefst verunsicherte: „Ich wusste absolut nicht, was los war: Hatte ich mich verritten? Hat mein Pferd sein nicht vorhandenes Schweiftoupet verloren?“ Die Verwirrung war denn wohl auch Schuld, dass Sammy Davis Jr. einen Fehler in die Einerwechsel hatten. Trotzdem: Der Rest der Prüfung lief.

 

USA führen im Lambertz Nationenpreis

 

Der Preis der Familie Tesch war der erste Teil des Lambertz Nationenpreis der Dressurreiter. Teil zwei ist der Grand Prix Spécial, der MEGGLE Preis. Es ist also noch nichts entschieden. Eigentlich hatte man damit gerechnet, dass die deutsche Mannschaft auch ohne den aufgrund eines Infekts verhinderten Cosmo von Sönke Rothenberger ein lockeres Heimspiel haben würde. Stattdessen liegen die Gäste aus Übersee mit 231,988 Punkten in Führung, gefolgt von Deutschland mit 229,798 Zählern und Dänemark, die es auf 223,106 Punkte brachten.

 

Ordentlich gepunktet hatten für die USA nicht nur die Siegerin Laura Graves, sondern auch Kasey Perry-Glass, die mit ihrem dänischen Diamond Hit-Sohn Goerklintgaards Dublet nach einer sehr harmonischen Runde mit 76,801 Prozent Fünfte wurde. Komplettiert wird das führende US-Team mit Adrienne Lyle auf Salvino (74,581 Prozent) und Steffen Peters mit Rosamunde (71,351).

 

Für die drittplatzierten Dänen reiten neben Cathrine Dufour auf Cassidy auch Anna Zibrandtsen mit Arlando (70,434), Anders Dahl auf Selten HW (70,093) und Daniel Bachmann Andersen mit Blue Hors Zack (74,177).

CHIO Aachen: Niels Bruynseels erfüllt sich einen Kindheitstraum im STAWAG-Preis

Ein Kindheitstraum ging für den Rolex Grand Slam…


Ein Kindheitstraum ging für den Rolex Grand Slam Anwärter Niels Bruynseels heute schon mal in Erfüllung: ein Sieg beim CHIO Aachen. Im STAWAG-Preis war es so weit.

 

Zwölf 1,50 Meter-Hindernisse und 14 Sprünge trennten den Belgier Niels Bruynseels von der Erfüllung des langgehegten Wunsches, bei seinem vierten CHIO Aachen-Besuch endlich auch mal ein Springen zu gewinnen. Parcourschef Frank Rothenberger hatte es den Reitern nicht leicht gemacht: „Für ein Zeitspringen war das ein wirklich schwieriger Parcours“, so der 34-Jährige. „Ich hatte Glück, dass ich ziemlich zum Schluss dran war.“ Denn dann kann man einschätzen, wie viel man riskieren muss. Im Falle von Bruynseels war das eine Mischkalkulation. Ganz hohes Risiko wollte er nicht gehen. Aber er wusste, mit der zehnjährigen Quaprice-Tochter Lady Cracotte hat er ein Pferd, das von Natur aus blitzschnell ist: „Ich habe sie erst seit rund drei Monaten. Aber auf jedem Turnier hat sie mindestens ein Springen gewonnen. Sie liebt es, schnell zu gehen und sie will immer gewinnen!“ Heute hat das geklappt. Die fehlerfreien 61,48 Sekunden, mit denen die beiden die Führung übernommen hatten, sollte keines der nachfolgenden sieben Paare mehr unterbieten können.

 

Am dichtesten dran an der Zeit des Siegerpaares waren Italiens Lorenzo de Luca und der irische Schimmel Limestone Grey mit 62,10 Sekunden. Marcus Ehning konnte sich über Rang drei mit Firth of Lorne freuen. Der Hengst war zuletzt vor vier Jahren hier in Aachen am Start gewesen, damals noch unter Katrin Eckermann, mit der er sowohl im Mercedes-Benz Nationenpreis als auch im Rolex Grand Prix je einen Sturz am Wassergraben hatte. Danach ging der Fuchs zunächst in die USA, ist seit einigen Wochen aber wieder in Deutschland und bei Marcus Ehning – der damit neben seinem Funky Fred, mit dem er gestern im Turkish Airlines-Preis von Europa Dritter gewesen war, einen weiteren tollen Sohn seines Olympiasiegers For Pleasure unter dem Sattel hat.

 

Apropos tolle Pferde – auch Niels Bruynseels schwärmt von der Qualität, die seine Lady Cracotte mitbringt. Aber wenn es am Sonntag um den Rolex Grand Prix geht, für ihn also um eine halbe Million Euro, sollte er nach `s-Hertogenbosch auch den Major in Aachen gewinnen, dann wird er auf sein Spitzenpferd Gancia de Muze setzen.

O-Töne Preis der Familie Tesch

Laura Graves Ich bin froh, dass ich in…


Laura Graves

Ich bin froh, dass ich in Aachen starten kann. Das ist ein Privileg. Es sind wirklich sehr gute Reiter hier. Ich versuche natürlich, mich hier noch für Tryon zu empfehlen. Denn für mich ist Aachen das letzte Turnier vor den Weltreiterspielen.

Catherine Dufour

Ich weiß auch nicht genau, wieso mein Pferd sich heute während der Prüfung erschrocken hat. Ansonsten ist die Prüfung für uns aber sehr gut gelaufen.

Helen Langehanenberg

Es war wirklich schön, was heute passiert ist! Ich bin gespannt, was den Rest der Woche noch passiert. Denn ich habe ehrlicherweise keine Erwartungen an mich und mein Pferd gestellt. Ich hatte aber schon ein sehr gutes Gefühl beim Training. Und deswegen sind wir ja auch nach Aachen gekommen.  Ich habe erwartet, dass ich die kleine Tour gehe, am Freitag habe ich jedoch die schöne Nachricht bekommen, dass ich im Nationenpreis starten darf. Da stockte mir kurz der Atem. Mein Pferd hat wirklich einen sehr, sehr starken Charakter, ich hoffe, dass es sich vollkommen auf meine Seite schlägt und weiterhin Spaß an diesem Sport hat.

CHIO Aachen: Exell übermächtig im Preis der Martello Immobilienmanagement GmbH & Co. KG, Niederlande führen im Nationenpreis

Er mag ein gebrochenes Bein haben, trotzdem ist…


Er mag ein gebrochenes Bein haben, trotzdem ist und bleibt der Australier Boyd Exell eine Klasse für sich unter den Vierspänner-Fahrern. Das hat er heute in der Dressurprüfung um den Preis der Martello Immobilienmanagement GmbH & Co. KG einmal mehr demonstriert.

 

Boyd Exell kann sich im Marathon am Samstag darauf konzentrieren, sein verletztes Bein nicht zu sehr zu strapazieren. Er gewann den Preis der Martello Immobilienmanagement GmbH & Co. KG – zugleich die erste Etappe der Einzelwertung um den Preis der Familie Richard Talbot – mit 34,68 Punkten. Das bedeutet einen komfortablen Vorsprung vor dem Franzosen Benjamin Aillaud (41,29), der seinerseits den mitfavorisierten US-Amerikaner Chester Weber hinter sich lassen konnte (42,18).

 

Exell war Ende Juni von einer fahrenden Kutsche abgesprungen und so unglücklich aufgekommen, dass er sich das Sprunggelenk seines rechten Fußes brach. Weil er aber unbedingt in Aachen starten wollte, wurden seine Wagen so umgerüstet, dass er nun mit dem linken Fuß die Bremse betätigen kann.

 

Mannschaftswertung

 

Seit 2007 sind die Niederländer ungeschlagen im Nationenpreis beim CHIO Aachen. Und nach der Dressuraufgabe um den Preis der Martello Immobilienmanagement GmbH & Co. KG, also der ersten Teilprüfung, fährt das Vater-Sohn-Duo Ijsbrand und Bram Chardon zusammen mit Koos de Ronde erneut auf der Siegerstraße. Die Niederlande führen mit 88,49 Minuspunkten vor Deutschland (94,68) und Frankreich (95,68).

 

Aus deutscher Sicht ist der zweite Rang ein Riesenerfolg. Im Team fahren der Europameister von 2015, Michael Brauchle, Georg von Stein und Mareike Harm. Letztere lieferte mit 45,13 Minuspunkten das beste Teamergebnis (Platz sechs). Bei Georg von Stein waren es 49,55 Minuspunkte (Rang acht) und Michael Brauchle hatte mit 58,93 Zählern das Streichergebnis (Rang 19).

„Zwei Dressurergebnisse mit einer vier vorne waren das, was wir immer angestrebt haben“, freute sich Bundestrainer Karl-Heinz Geiger, der außerdem auch noch Einzelfahrer zu betreuen hat, darunter Christoph Sandmann und dessen erst 22-jährige Tochter Anna, die noch recht neu ist im Vierspänner-Sport und das erste Mal in Aachen am Start ist. Die beiden „Sandmänner“ landeten mit soliden Vorstellungen in der Einzelwertung auf den Plätzen elf (50,97) und 14 (52,44).

CHIO Aachen: Sparkassen-Youngsters-Cup Nummer zwei nach Brasilien

Geboren in Brasilien, entdeckt in den USA, gesiegt…


Geboren in Brasilien, entdeckt in den USA, gesiegt in Aachen – die Geschichte von Yuri Mansurs Schimmelstute Havana M in Kürze. Heute holte das Paar seinen bislang größten Erfolg bei der zweiten Prüfung des Sparkassen-Youngsters-Cup 2018.

 

Yuri Mansur wollte es heute wissen im Sparkassen-Youngsters-Cup beim CHIO Aachen 2018. Neunmal hatte er seine Stute Havana M bislang unter Turnierbedingungen an den Start gebracht, neunmal ging sie fehlerfrei. Da kann man schon mal ein bisschen was riskieren. Und das tat der Brasilianer – auf den kürzesten Wegen kannte er heute nur eine Strategie: Nach vorne reiten! Als Havana M über die Ziellinie flog, stoppte die Uhr bei 62,91 Sekunden und Mansur konnte einen Haken hinter Null-Fehler-Parcours Nummer zehn machen, neue Führung. Die sollte ihm bis zum Schluss auch niemand mehr streitig machen.

 

Das Paar gewann die Prüfung vor Marcus Ehning auf der westfälischen For Contest-Tochter Mill Creek Filippa K – die übrigens in Runde eins am Dienstag auch schon Dritte gewesen war – und Laura Kraut (USA) im Sattel von SFS Vincomte v. Veni Vidi Vici. Platz vier holte das Siegerpaar der ersten Runde, Daniel Deußer mit Killer Queen. Dahinter reihte sich Christian Ahlmann im Sattel des westfälischen Cornado-Sohnes Cornwell ein.

 

Yuri Mansur hatte Havana M bei einem Amateur-Springen in den USA entdeckt, recherchierte und fand heraus, dass sie in Brasilien, seiner Heimat, zur Welt kam und einem Freund von ihm gehört. Er erwarb die Stute. Ursprünglich mit dem Gedanken, sie recht zügig weiterzuverkaufen. „Aber jetzt ging sie bei zehn Parcours zehnmal null. Sie wird immer teurer …“ Havana M hat also wohl noch etwas Bleiberecht bei dem in den Niederlanden beheimateten Brasilianer.

 

Daumen drücken für Vitiki

 

Yuri Mansur war gestern im Stechen um den Turkish Airlines-Preis von Europa mit dem Hengst Vitiki gestürzt und das Pferd musste mit einer Verletzung des Fesselbeins in die Klinik gebracht werden. Inzwischen gibt es ein Update zu seinem Gesundheitszustand. Vitiki wurde heute erfolgreich operiert und das Bein eingegipst, damit es heilen kann.

“Vitiki” erfolgreich operiert

Das Pferd „Vitiki“ des brasilianischen Springreiters Yuri Mansur,…


Das Pferd „Vitiki“ des brasilianischen Springreiters Yuri Mansur, das sich gestern bei einem Sturz am Fesselbein verletzt hatte, ist heute mittag erfolgreich operiert worden. Der Hengst steht mit einem Gips in der Box. Reiter und Pferdebesitzer bedanken sich ausdrücklich für die Hilfe, die dem Pferd zuteil wurde und die vielen guten Wünsche, die sie erreichten.

CHIO Aachen: Guido Klatte Jun. gewinnt Qualifikation für Deutschlands U25 Springpokal

Guido Klatte Jr. war 2015 Sieger der ersten…


Guido Klatte Jr. war 2015 Sieger der ersten Stunde bei Deutschlands U25 Springpokal der Stiftung Deutscher Spitzenpferdesport, Preis der Familie Müter, in der Aachener Soers. Auf Coolio gewann er damals das Finale – und nun sind die beiden auf dem besten Weg, ihren Erfolg zu wiederholen.

 

Guido Klatte Jr. und der elfjährige Oldenburger Coolio v. Contendro waren gleich erstes Paar der Qualifikation in Deutschlands U25 Springpokal der Stiftung Deutscher Spitzenpferdesport, Preis der Familie Müter. Fehlerfrei und 60,21 Sekunden schnell meisterten sie die Herausforderungen des 1,45 Meter hohen Parcours. Damit hatten sie eine Marke gesetzt, die keines der folgenden Paare mehr unterbieten sollte.

Auch nicht Maurice Tebbel und Laura Klaphake, die heute Abend beide im deutschen Aufgebot für den Mercedes-Benz Nationenpreis stehen. Klaphake wurde Zweite auf der Holsteiner Cracker Jack-Tochter Camalita (0 Fehler/62,55 Sekunden). Maurice Tebbel reihte sich mit Camilla PJ v. Calme an vierter Stelle ein (0/64,01). Dazwischen schob sich Richard Vogel auf Solitaer, der Sieger der Qualifikation in Balve, der im Stall Beerbaum reitet (0/63,55).

 

Für Guido Klatte ist es etwas ganz Besonderes, in der Soers an den Start zu gehen: „Es war immer mein Kindheitstraum, hier reiten zu dürfen“, sagt der 22-Jährige. Dabei hatte er dem Reitsport in seiner frühen Jugend für mehrere Jahre den Rücken gekehrt. „Ich habe lange Fußball gespielt. Aber dann hat es mich doch wieder gepackt! Das habe ich meiner Familie zu verdanken.“ So gehört z.B. Coolio Guidos Schwester Victoria. Aber die die Pferde spielen überhaupt eine große Rolle in der Familie Klatte, wie man auch an Klattes Antwort auf die Frage erkennen kann, wie es beim CHIO 2018 nun weitergeht für ihn: „Gleich reite ich noch ein Pferd im Sparkassen Youngsters-Cup, das meiner anderen Schwester gehört, und nachher ein anderes junges Pferd von meinem Cousin im STAWAG-Preis.“ Außerdem ist Guido Klatte Jun. in der privilegierten Situation, einen eigenen Shuttleservice für seine Pferde zu haben, wenn es nach Übersee geht – wie zum Beispiel 2017, als er sich mit seinem Toppferd Qinghai für das Weltcup-Finale in Omaha, USA, qualifizieren konnte und auf Anhieb Sechster wurde. Sein Vater Guido Klatte Sen. Betreibt nämlich eine Pferdespedition. Guido Klatte Jun. ist also auf alle Eventualitäten vorbereitet.

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