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O-Töne Laura Klaphake

O-Töne: Laura Klaphake Wie war der Auftakt beim…


O-Töne: Laura Klaphake

Wie war der Auftakt beim CHIO Aachen?

Klaphake: Ich habe vier Pferde in Aachen dabei – zwei Pferde für Fünf Sterne, einen Youngster und ein Pferd für die U25-Prüfung. Gestern war ich schon beim Sparkassen-Youngsters-Cup mit Carmina, einem sehr unerfahrenen Pferd, unterwegs. Dafür hat sie es sehr gut gemacht. Denn für die unerfahrenen Pferde ist es hier in Aachen natürlich ganz schön aufregend. Mit Bantou Balou bin ich dann beim STAWAG Eröffnungsspringen geritten. Im Großen und Ganzen bin ich bislang zufrieden.

Ein kleiner Rückblick auf die letzten Monate, in denen bei dir viel passiert ist: Wie hast du das empfunden?

Klaphake: 2017 war ein unglaublich erfolgreiches Jahr für mich. Da habe ich nicht im Geringsten mit gerechnet. Ich habe versucht, an alle Prüfungen möglichst entspannt heranzugehen. Das hat auch meistens gut geklappt. Nach meinem erfolgreichen Ritt beim Rolex Grand Prix in Aachen im vergangenen Jahr durfte ich dann auch nach Göteborg, nach Barcelona fahren. Das waren tolle Erfahrungen!

Bleibst du da cool?

Klaphake: Ich versuche einfach, entspannt zu bleiben. Denn am Ende bin ich keine Maschine und das Pferd ist auch keine Maschine. Wir geben unser Bestes, aber man muss abwarten, wie es ausgeht. Man muss trotzdem schauen, dass man selbst Spaß an der Sache behält, dass die Pferde Spaß an der Sache behalten und dass man zusammen mit dem Pferd ein super Team bildet.

Was sind die Ziele – kurzfristig für den CHIO Aachen und langfristig für die Weltreiterspiele in Tryon?

Klaphake: Beim CHIO Aachen möchte ich mich natürlich für den Rolex Grand Prix qualifizieren, was ja auch schon nicht so einfach ist. Wenn ich das geschafft habe, wäre es natürlich traumhaft, eine Nominierung für Tryon zu erhalten. Aber da müssen am Ende viele Faktoren stimmen. Wir geben auf jeden Fall unser Bestes und dann schauen wir am Ende! Catch me if you can hat auf jeden Fall ein riesengroßes Herz – ich glaube, egal, was ich hier hinstellen würde, sie würde überall drüberspringen. Und wenn es wichtig wird, kann sie sich unheimlich gut fokussieren.

Eröffnungsfeier 2018: Ein chinesisches Sommermärchen in der Soers

Mal leise, mal laut, mal philosophisch, mal kämpferisch…


Mal leise, mal laut, mal philosophisch, mal kämpferisch – die Eröffnungsfeier beim CHIO Aachen war alles andere als eintönig. Im Gegenteil: Farbenfroh und voller Überraschungen!

Das Partnerland China präsentierte ein kulturelles, artistisches und musikalisches Spektakel der Extraklasse! Das ganze vor ausverkauftem Haus. Denn 40.000 Zuschauer, darunter zahlreiche Ehrengäste, ließen sich dieses Open-Air-Schauspiel unter Flutlicht und mit der untergehenden Sonne als Kulisse nicht entgehen. Rund 250 Pferde und rund 1000 Mitwirkende, darunter viele Statisten, machten den 90-minütigen offiziellen Auftakt des Weltfests des Pferdesports zu einem stimmungsvollen Abend.

Aber noch bevor die deutsche Springreiterin Laura Klaphake und ihre chinesische Kollegin Mei Mei Zhu – die einzige chinesische Starterin in diesem Jahr – den CHIO Aachen 2018 mit einer kurzen Begrüßung offiziell eröffneten, wurde zunächst mit einer Gedenkminute eines außergewöhnlichen Springreiters gedacht: Hans Günter Winkler, der Anfang Juli starb. Ein bewegender Moment im Hauptstadion.

Unter dem Motto „Huanying China“ (zu Deutsch: „Herzlich Willkommen“) ging es dann weiter – mit vielen Gruppen, welche die Faszination des Partnerlandes anschaulich auf den „Heiligen Rasen“ zauberten. Nicht nur eine Kung Fu Show mit 60 Kung Fu Kämpfern, eine 100 Reiter und 100 Tänzer umfassende Reit- und Tanzchoreographie im Zeichen von „Yin & Yang“, die Terrakotta Armee sowie Löwen- und Drachentanz waren Teil der Show. Aus Aachen beteiligte sich zudem der Kinderchor der chinesischen Schule, der von Mezzosopranistin Sissi Qi Wang und 150 Kindern mit chinesischen Lampions begleitet wurden. Dazu zeigte der Aachener Traditionsverein der chinesischen Wissenschaftler und Studenten eine getanzte Modenschau, gekleidet in traditionelle chinesische Trachten.

Zu den Highlights des Abends gehörte ohne Frage der Auftritt des Chinesischen Nationalcircus, dessen Artisten auf mit Lampions geschmückten Bühnenwagen u. a. mit Vasenjonglage, Diabolo, Kontorsion, Handstand und Tai-Chi das Publikum für staunende Gesichter sorgten. Mit Kraft, Power und jede Menge Rhythmus im Blut begeisterten auch die Trommlerinnen der Formation „Manao Drums of China“. Bereits die Olympischen Spiele in Peking im Jahr 2008 eröffneten sie mit einem riesigen Trommelwirbel, zehn Jahr später gaben sie in der Soers ebenfalls ihre fesselnden musikalischen Choreografien zum Besten.

Krönender Abschluss der Eröffnungsfeier war ein buntes Großfeuerwerk, das mit lautem Getöse und schillernden Farben in den abendlichen Soerser Himmel entsandt wurde.

Prominente Gäste bei der Media Night

Der Rote Teppich wird beim renommierten Weltfest des…


Der Rote Teppich wird beim renommierten Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen, traditionell den Pferden ausgerollt. Doch an einem Abend verlagert sich das Interesse der Fotografen auf den Eingang des Champions‘ Circle, wenn dort die Gäste aus Medien und Sport, Gesellschaft, Politik und Wirtschaft zur CHIO Aachen Media Night ankommen.

Es ist DER Gala-Abend bei Deutschlands größtem Sportereignis. Und er ist immer auch Laufsteg für viele Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens. Für Lilly Becker war es der erste öffentliche Auftritt nach der Trennung von Gatte Boris Becker. An der Seite von Unternehmer Jens Hilbert kam sie nach Aachen, „es ist eine völlig neue Welt für mich, sehr aufregend und sehr schön.“ Auch Schauspielerin Uschi Glas, Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, Schauspieler Heino Ferch samt Gattin Marie-Jeanette fühlten sich sichtlich wohl, ebenso wie Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet oder Elisabetta Canalis. Das Model war auf Einladung von Co-Gastgeber Hermann Bühlbecker in die Soers gekommen. Alle Gäste genossen nicht nur die Media Night, sondern ließen sich bei der CHIO Aachen-Eröffnungsfeier in den Bann des diesjährigen Partnerlandes China ziehen. Anschließend wurde im Champions‘ Circle bis tief in die Nacht weiter gefeiert – bei erlesenem Catering unter anderem von Star-Koch Harald Wohlfahrt.

CHIO Aachen: Erster Teil des Sparkassen-Youngsters-Cup an Daniel Deußers Killer Queen

Der Name ist furchteinflößend, tatsächlich frisst Daniel Deußers…


Der Name ist furchteinflößend, tatsächlich frisst Daniel Deußers achtjährige Stute Killer Queen jedoch nur Meter im Parcours. Und Hindernisse, die ihr im Weg stehen. So wie heute in der ersten von drei Wertungsprüfungen des Sparkassen-Youngsters-Cup.

 

Klar, der Sparkassen-Youngsters-Cup ist – wie der Name schon sagt – eine Prüfung für junge Pferde. Aber immerhin geht es über 1,40 Meter-Hindernisse. Daniel Deußer und seine belgische Warmblutstute Killer Queen v. Eldorado van de Zeshoek ließen den Parcours allerdings aussehen wie eine Springpferdeprüfung der Klasse A. Lässig galoppierten sie in Bestzeit von 70,57 Sekunden über den Parcours. Daniel Deußer: „Ich habe gar kein Gas gegeben, aber hätte man die Galoppsprünge gezählt, hätten wir mit Sicherheit vier weniger gehabt als die anderen. Sie hat einfach einen Riesengalopp.“

Und nicht nur das, sie hat auch die Einstellung, die Pferde brauchen, um in einem Stadion wie der Soers brillieren zu können: „Sie hat sehr viel Temperament, viel Blut, aber einen unwahrscheinlich guten Kopf“, beschreibt ihr Reiter. „Egal wo, sie springt immer super, lässt sich von nichts beeindrucken.“ Das hat sie heute eindrucksvoll demonstriert – findet Deußer selbst übrigens auch: „So wie sie hier heute drüber gegangen ist, bin ich überzeugt, dass sie in ein, zwei Jahren auch den Preis von Europa oder NRW springt!“

 

Daniel Deußer kann heute mit seinem Stall- und Trainingskollegen Lorenzo de Luca anstoßen. Der Italiener hatte mit der ebenfalls achtjährigen Evita van’t Zoggehof v. Golden Hawk nämlich in Führung gelegen bis Deußer kam und ihn mit seinen 71,34 Sekunden auf den zweiten Platz verwies. Dritter wurde Marcus Ehning auf der westfälischen For Contest-Tochter Filippa K, gefolgt von Christian Ahlmann und Cornwell v. Cornado.

 

Für die Zuchtinteressierten

 

Sowohl der Italiener de Luca als auch Daniel Deußer sind in Belgien zuhause und reiten für die Stephex Stables, denen auch beide Pferde gehören. Und das ist nicht die einzige Gemeinsamkeit. Ihre beiden Stuten sind in Belgien gezogen, die eine ist beim BWP (Belgisch Warmbloedpaard) eingetragen, die andere beim SBS (Belgium Sporthorse). Und beide kommen aus hoch erfolgreichen Stutenstämmen.

Killer Queens Mutter Derly Chin de Muze trug den Kanadier Eric Lamaze 2012 über die olympischen Parcours von London. Und auch die weiteren Mütter Werly Chin, Qerly Chin und Kerly waren international hoch dekoriert.

Evita van’t Zoggehofs Großmutter, die Selle Français-Stute Fragrance de Chalus v. Jalisco brachte z.B. auch den in Aachen ebenfalls gut bekannten Hengst Mylord Carthago (Pénélope Leprevost/FRA) sowie auch noch diverse weitere internationale Sportpferde und gekörte Hengste. Woran man mal wieder sieht: Zucht ist kein Zufall!

CHIO Aachen: Vet-Check Dressur – alle Pferde haben bestanden

Heute wurden die Dressurpferde der Kleinen und Großen…


Heute wurden die Dressurpferde der Kleinen und Großen CDI-Tour sowie der U25-Prüfungen von den Tierärzten begutachtet. Es gab nichts zu beanstanden. Die Teilnehmer der Nationenpreiswertung traben morgen um 11 vor.

CHIO Aachen: Aachen-Debütant Mathieu Billot gewinnt STAWAG Eröffnungsspringen

Erstes Mal in der Soers, erste Prüfung, erster…


Erstes Mal in der Soers, erste Prüfung, erster Sieg – seine Premiere beim CHIO Aachen hätte nicht besser laufen können für den Franzosen Mathieu Billot.

 

Mit mehr als zwei Sekunden Vorsprung war Mathieu Billot und seinem zwölfjährigen Selle Français-Hengst Shiva d’Amaury der Sieg im STAWAG Eröffnungsspringen nicht zu nehmen. Dabei habe er das eigentlich gar nicht geplant gehabt, verriet der glückliche Sieger. „Ich wollte zwar schnell sein, hatte mir aber eigentlich nicht vorgenommen, auf Sieg zu reiten“, so der 32-Jährige, der in der Normandie, genauer gesagt in der Pferdehochburg Deauville, zuhause ist. Umso besser, wenn es dann so ausgeht!

Seit rund fünf Jahren reitet er in der Weltspitze mit. Aber in Aachen war er noch nie. Zu verdanken hat diese Premiere auch jenem Pferd, das ihn heute zum Sieg trug: Shiva d’Amaury. Billot reitet den For Pleasure-Sohn seit er fünfjährig ist. Sie gehörten zu siegreichen Nationenpreisteams und holten Große Preise. Und nun sind sie in der Soers. Das nächste Ziel für die beiden lautet: Turkish Airlines Preis von Europa. Dass er heute erfolgreich war, hatte Billot selbst etwas überrascht. Aber für morgen hat er sich einiges vorgenommen: „Shiva d’Amaury ist ein Pferd für Große Preise!“

 

Zweiter wurde der Schwede Henrik von Eckermann, ein alter Hase in Sachen Aachen. Hier ritt er schon im grauen Jackett für den Stall Beerbaum. Seit einiger Zeit ist er nun selbstständig unterwegs und das nicht weniger erfolgreich. Das Pferd, das ihm heute die silberne Schleife bescherte, ist allerdings recht neu in seinem Beritt: Que Bueno de Hus Z v. Que Guapo. Seit März reitet von Eckermann den achtjährigen Wallach. Das heute ist bislang der größte Erfolg der noch jungen Partnerschaft.

 

Für den Mann auf Platz drei ging schon ein Traum in Erfüllung als er hörte, dass er in Aachen starten darf: Michael Kölz. „Und jetzt habe ich mein zweites Ziel schon im ersten Springen erreicht – ich wollte nicht ohne Schleife nach Hause fahren!“ Zuhause ist in seinem Fall Leisnig in Sachsen. Und für Sachsen ist auch sein Pferd im Einsatz. Der 14-jährige Hengst Dipylon v. Dinglinger ist nämlich nebenberuflich Landbeschäler der Sächsischen Gestütsverwaltung Moritzburg. Qualifiziert für den Start hier beim CHIO („die Erfüllung eines Lebenstraums!“) hatte Michael Kölz sich mit der Bronzemedaille bei den Deutschen Meisterschaften in Balve.

Damals hatte Bundestrainer Otto Becker versprochen, er werde sich dafür einsetzen, dass alle Medaillengewinner der DM Balve auch beim CHIO an den Start gehen dürfen. Neben Kölz waren das Mario Stevens und Guido Klatte Jr.. Mario Stevens war im STAWAG Eröffnungsspringen noch nicht am Start, aber die anderen beiden haben dem Bundestrainer alle Ehre gemacht – neben dem drittplatzierten Kölz konnte sich Guido Klatte Jr. mit Qinghai als Fünfter in die Liste der Platzierten einreihen.

 

Laura Graves: „Wir können es schaffen.“ – Interview

Morgen starten beim Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen…


Morgen starten beim Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen 2018, die Dressurwettbewerbe. Die häufigste Frage: Wer kann Isabell Werth schlagen? Laura Graves ist neben Sönke Rothenberger der Name, der am häufigsten genannt wird, und nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Rothenbergers Pferd Cosmo Werths schärfste Konkurrentin. Wir sprachen mit der US-Amerikanerin über ihren Start beim CHIO Aachen und ihre Chancen.

Frage: Was macht für Sie Aachen aus?
Laura Graves: Aachen ist etwas ganz Besonderes für mich. Es ist das anspruchsvollste Turniere der Welt ist, es sind die besten und stärksten Reiter am Start. Das ist das, worauf ich mich freue, zu sehen, wo wir stehen. Aachen ist natürlich auch eine sehr gute Vorbereitung für die Weltreiterspiele.

Frage: Mit welchen Erwartungen sind Sie angereist?
Laura Graves: Natürlich fahren wir überall hin, um zu gewinnen. Das ist auch das, was ich mir in Aachen erhoffe. Wir haben es letztes Jahr bereits in einer Prüfung geschafft, und wir hatten ein gutes Ergebnis beim Weltcupfinale in Paris. Verdades ist sehr gut in Form, es gibt keinen Grund daran zu zweifeln, dass wir es in Aachen noch einmal schaffen können.

Frage: Im letzten Jahr haben Sie in einer Prüfung Isabell Werth schlagen können…
Laura Graves: Es war ein ganz besonderer Tag, es war auch noch mein Geburtstag – ein fantastisches Gefühl! Dieses Jahr ist die Kür an meinem Geburtstag, mal sehen, vielleicht wird das in diesem Jahr mein Geburtstagsgeschenk.

Frage: Dazu werden Sie insbesondere Isabell wieder schlagen müssen.
Laura Graves: Ja, das denke ich auch. Ich war etwas enttäuschst, als ich gelesen habe, dass Cosmo und Sönke Rothenberger nicht an den Start gehen können. Ich wünsche mir die stärksten Gegner und ich glaube, dass gerade Cosmo auch ein Pferd ist, das aktuell in einer Topform ist. Jetzt müssen wir bis Tryon warten, um uns mit ihm zu messen. Aber jetzt gilt es erst einmal, insbesondere Isabell zu schlagen.

Frage: Was macht Verdades so besonders?
Laura Graves: Ich habe ihn schon sein ganzes Leben bei mir. Er kennt mich, und ich kenne ihn. Und zwar ganz genau. Das macht unseren Job gerade unter Druck einfacher.

Academy-Mitglied Harry Charles als Europameister beim CHIO

Die von CHIO Aachen-Partner Rolex unterstützte „European Young…


Die von CHIO Aachen-Partner Rolex unterstützte „European Young Riders Academy“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, europaweit Talente im Springsport zu fördern. Einer der Nachwuchsstars dieses Projektes ist der Brite Harry Charles. Er wurde gestern Doppel-Europameister der Jungen Reiter in Fontainebleau und darf nun zum ersten Mal beim CHIO Aachen an den Start gehen.

 

Kann es etwas besseres geben, als an seinem 19. Geburtstag Doppel-Europameister zu werden, so wie gestern der britische Nachwuchsspringreiter Harry Charles? Kaum. Es sei denn, man darf in der Woche darauf zum ersten Mal beim CHIO Aachen an den Start gehen!

Das, worauf so mancher Profi sein Leben lang vergeblich hinarbeitet, steht dem Sohn von Olympiasieger Peter Charles nun unmittelbar bevor. Harry, der in diesem Jahr einen der begehrten Stipendienplätze der European Young Riders Academy ergattern konnte, wird diese Woche zum ersten Mal in die Soers galoppieren und sich vor 40.000 Zuschauern mit den Besten der Besten seiner Zunft messen.

 

Es wird zugleich auch seine Premiere auf Fünf-Sterne-Niveau sein. Aber mit „ersten Malen“ scheint Harry kein Problem zu haben. Erst im März gab er sein Debüt in einem CSI4*-Grand Prix und siegte vor seinem Vater. Passt irgendwie zu dem Motto des Ausnahmetalents: „Es gibt keine Grenzen außer denen, die man sich selbst steckt!“

Huanying China

Es ist längst zur Tradition geworden, dass das…


Es ist längst zur Tradition geworden, dass das Partnerland des CHIO Aachen auf dem Aachener Marktplatz empfangen wird. Und so strömten auch am Montagabend die Aachener vor das historische Rathaus, um dabei zu sein, als sich das diesjährige Partnerland China mit einer spannenden Show aus Akrobatik, Musik, Kultur und Tanz im Herzen der Stadt präsentierte – und so einen kleinen Vorgeschmack auf die Eröffnungsfeier (20.15 Uhr WDR live) gab.

„Wir haben heute nicht nur besonderes Wetter bestellt, sondern auch ein besonderes Partnerland an unserer Seite. Ganz Besonders freue ich mich darüber, dass die Gemeinschaft der in Aachen lebenden Chinesen heute bei diesem Empfang und morgen bei der Eröffnungsfeier mitmacht“, so Carl Meulenbergh, Präsident des CHIO-Veranstalters Aachen-Laurensbregr Rennverein e.V. (ALRV). Oberbürgermeister Marcel Philipp wies in seinen Begrüßungsworten darauf hin, dass China schon seit Jahrzehnten einen festen Platz in der Kaiserstadt hat: „Es gibt zahlreiche Verbindungen zwischen Aachen und China. Wir haben seit 32 Jahren eine Partnerschaft mit Ningbo, es gibt Schüleraustausche, Wirtschaftsbeziehungen und viele Besucher aus China. Es ist jetzt eine große Freude, das auch im Pferdesport zelebrieren zu können.“

Noch bevor der außergewöhnliche Kutschenkorso mit den Aachener Stadtreitern und den Standartenreitern an der Spitze um 18 Uhr den Marktplatz erreichte, stimmten das CHIO-Maskottchen Karli und Musiker Liang Dong auf das einstündige Open-Air-Fest ein. Es folgte eine phantasievolle, teils mit Poesie gespickte, Show. Nicht nur zwei Pferde aus der weltberühmten Terrakotta Armee stolzierten über das Kopfsteinpflaster, auch der Löwentanz – ein alter fernöstlicher Brauch zu Trommeln und Zimbeln – war mit von der Partie. Gelenkigkeit, jede Menge Geschick und Ästhetik bewiesen verschiedene Künstler des Chinesischen Nationalcircus, welche die chinesische Akrobatikkunst mit ihrer 2000-jährigen Geschichte aufleben ließen.

Auch die in der Kaiserstadt lebende chinesische Gemeinschaft war Teil des Programms. Der Kinderchor der chinesischen Schule gab ein poetisches Lied zum Besten – eine Ode an die Jasminblüte. Begleitet wurden die jungen Musiker von der Mezzosopranistin Sissi Qi Wang, dem A-cappella-Chor der RWTH Aachen und dem traditionellen Instrument Erhu gespielt von Yao Wang. Der Traditionsverein der chinesischen Wissenschaftler und Studenten Aachen verzauberte mit einer „getanzten“ Modenschau, bei der phantasievolle Kleidungen aus unterschiedlichen chinesischen Dynastien gezeigt wurden. Hier traf Moderne auf Tradition! Zum Finale bewiesen vier junge Damen regelrechte „Schlagfertigkeit“. Die Gruppe „Manao – Drums of China“ eröffneten bereit 2008 die Olympischen Spiele in Peking. Nun sorgten sie mit ihrer Kunst an den Schlagwerken für einen gewaltigen Trommelwirbel in Aachen.

Aus Düsseldorf reiste zudem Wenbo He, Konsul für Kultur vom Generalkonsulat der Volkrepublik China, an: „Es hat mich sehr gefreut, dass China als diesjähriges Partnerland für das Weltfest des Pferdesports ausgewählt wurde.“ NRW-Ministerpräsident Armin Laschet, der diese Veranstaltung auch schon im vergangenen Jahr besucht hatte, kündigte an: „Ich freue mich sehr über dieses Partnerland. Gleichzeitig können wie den chinesischen Gästen zeigen, wie gut Aachen ein solches sportliches Großereignis gestalten kann.“

Soerser Sonntag: Shettys, Karli, Shoppen und Sommer pur!

Die Location: Perfekt. Das Wetter: Perfekt. Die Stimmung:…


Die Location: Perfekt. Das Wetter: Perfekt. Die Stimmung: Perfekt. Der Soerser Sonntag hatte in diesem Jahr alles, was einen rundum gelungenen Sommertag ausmacht. Das sahen wohl auch die „Öcher“ so. Rund 30.000 Menschen kamen am Sonntag auf das Turniergelände in der Soers. Auf sie wartete beim traditionellen „Tag der offenen Tür“, zu dem der Aachen-Laurensberger Rennverein e. V. (ALRV) bei freiem Eintritt einlädt, ein geballtes Programm. Nicht nur die Ladenstraße mit mehr als 210 Ausstellern und verschiedenen Gastronomen war richtig gut besucht, auch die zahlreichen Attraktionen, die an vielen Ecken zum Verweilen, Staunen und Mitmachen lockten. „Die Aachener lieben ‚ihren‘ Soerser Sonntag einfach. Viele planen ihn schon seit Jahren als festen Familienausflug ein“, sagte Turnierleiter Frank Kemperman. „Als wir diesen Tag der offenen Tür vor genau 20 Jahren ins Leben gerufen haben, war er als einmaliges Geschenk an die Aachener geplant. So kann’s gehen (lacht). Heute waren 30.000 Menschen hier, das Wetter hat gepasst – ein perfekter Tag. So darf es weitergehen“, so Kemperman.

Traditionell startete der Tag um 11.30 Uhr im Deutsche Bank Stadion mit einem festlichen ökumenischen Gottesdienst unter dem Motto „Arche Noah“. Ein Kinderchor sorgte bei der Veranstaltung unter freiem Himmel für schöne musikalische Akzente. Den offiziellen Startschuss gab es allerdings erst um 13 Uhr auf dem Abreiteplatz Springen, dem ein kunterbuntes Unterhaltungsprogramm folgte. Schnell waren die besten Plätze direkt am Rande der „grünen Bühne“ belegt. Denn jeder wollte beste Sicht auf die außergewöhnlichen Showacts genießen. Unter dem rasanten Motto „Shetty PS, mit Vollgas in die Ferien“ eroberten zunächst quirlige Shetlandponys des Fahrvereins St. Medarus Zülpich den Trainingsplatz. Shettys brachte auch der Fohlenhof Farbenfroh mit nach Aachen und verzückte die Zuschauer mit seinem Schaubild „Miniatur-Hofreitschule“. Die Pony-Prognose zum heutigen WM-Finale, Fohlen, ein Schaubild zum Thema „Indianer und Cowboys“ der Reitschule Biesenbach und beeindruckende Mustangs komplettierten das Programm. Zwischendurch wurden anschaulich die fünf Disziplinen beim CHIO Aachen präsentiert und erklärt.

Für die kleinen Besucher gab es aber noch viel mehr zu entdecken: Ponyreiten stand ebenso zur Auswahl wie die Besichtigung der Spieleanhänger der Rheinischen Landjugend entlang des Fahrstadions und der spannende „Kinderlehrpfad“, bei dem mit einer Stempelkarte ausgerüstet verschiedene Stationen abgelaufen werden konnten. Auf alle fleißigen Sammler wartet zum Schluss ein kleines Geschenk am CHIO Aachen Fan Shop. Selbstverständlich drehte auch das süße CHIO-Maskottchen Karli seine Runden über das Turniergelände und stand für Erinnerungsschnappschüsse bereit.

Im Rahmen der Charity-Kooperation „Aktion Glücks-Bringer“ haben sich am Soerser Sonntag außerdem die vier Therapiehöfe aus der Region dem Publikum mit einem eigens zusammen gestellten Programm präsentiert, während Spendensammler auf dem gesamten Turniergelände für diese Aktion sammelten. In diesem Jahr feierte die karitative Initiative bereits ihr 20-jähriges Jubiläum.

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