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PREIS VON NORDRHEIN-WESTFALEN IN DIE USA

2017 hatte der US-Amerikaner McLain Ward Clinta beim…


2017 hatte der US-Amerikaner McLain Ward Clinta beim CHIO Aachen unter Philip Rüping entdeckt. Sieben Monate hat er mit Vorbesitzer Paul Schockemöhle verhandelt. Nun reitet er die Superstute selbst hier und sicherte sich heute den Preis von Nordrhein-Westfalen.

Der Preis von Nordrhein-Westfalen wird über zwei Umläufe entschieden. Die besten 25 Paare aus Runde eins dürfen noch einmal gegen die Uhr antreten, nehmen die Strafpunkte aus dem ersten Umlauf aber mit. McLain Wards Oldenburger Stute Clinta hatte eine reine Weste als sie zum zweiten Mal das Stadion in der Soers betrat (wie bislang in jedem Großen Preis, den McLain Ward mit ihr geritten ist, seitdem er sie im Frühjahr 2018 übernahm). Und sie ließen sich auch gegen die Uhr nichts zu Schulden kommen. Außerdem waren sie blitzschnell: 46,95 Sekunden. Für McLain Ward keine Überraschung: „Sie ist wirklich ein spektakulärer Springer. Und so vorsichtig, dass wir am Anfang gar nicht sicher waren, ob sie die ganz schweren Springen überhaupt gehen würde. Aber sie hat bewiesen, dass sie alles kann!“

 

Auf diese Art und Weise zeigte die elfjährige Schimmelstute dem erfahrenen 17-jährigen Reveur de Hurtebise unter Kevin Staut die Eisen. Die beiden Mannschaftsolympiasieger von Rio 2016 kamen nach 48,16 Sekunden ins Ziel, die zweitbeste Zeit. Kevin Staut nutzte die Gelegenheit hier in Aachen, um etwas klarzustellen: Es ist nicht so, dass Reveur de Hurtebise nach einem etwas unglücklichen Auftritt beim Weltcup-Finale in Paris nicht mehr im Sport gehen sollte. „Das haben wir vielleicht etwas missverständlich kommuniziert. Er soll keine Championate mehr gehen und nicht mehr den Druck haben.“ Darum setzt Staut am Sonntag im Rolex Grand Prix auch nicht auf den blitzschnellen Fuchs, sondern auf sein Nationenpreispferd Silver Deux de Virton – räumt aber auch ein: „Mit Reveur hätte ich wohl die besseren Chancen.“

 

Dritter wurde der Ire Cameron Hanley auf der zehnjährigen Tinka’s Boy-Tochter Eis Isaura nach fehlerfreien 48,49 Sekunden. Auch sie wird während des Rolex Grand Prix im Stall bleiben. Ihr Reiter betont aber, für die Zukunft sehe er in ihr auf jeden Fall ein zukünftiges Grand Prix Pferd.

 

Einen super Eindruck haben auch Maurice Tebbel und der neunjährige Rheinländer Hengst Don Diarado v. Diarado in dem Springen hinterlassen. Die Familie Müter hatte den Hengst gerade für den frisch gebackenen Wiederholungstäter im Mercedes-Benz Nationenpreis gesichert. Gute Entscheidung, wie der heutige vierte Platz im Preis von Nordrhein-Westfalen noch einmal unterstrich (0/49,29). Im vergangenen Jahr waren die beiden noch Sieger im U25 Springpokal gewesen.

O-Töne Mercedes-Benz Nationenpreis

Otto Becker, Chef d’Equipe Deutschland Da bleibt nicht…


Otto Becker, Chef d’Equipe Deutschland

Da bleibt nicht viel zu sagen: Ein tolles Team, das einen super Job gemacht hat! Wir haben zwar gehofft, dass wir gewinnen, denn wir hatten ein gutes Gefühl, aber nun ist es Realität geworden. Das ist noch einmal etwas anderes. Ich bin sehr stolz auf alle vier Reiter.

Simone Blum

Ich kann es einfach nicht glauben. Das war ein phantastischer Tag, ein phantastisches Team und ich bin stolz auf uns alle. Und mein Pferd ist auch toll gesprungen.

Laura Klaphake

Ein Traum ist wahr geworden: Erstens, weil ich überhaupt im Team reiten durfte, zweitens, weil wir dann auch noch gewonnen haben. Ein Erfolgsrezept? Ich gebe meinem Pferd immer einen Kuss, bevor wir ins Stadion einreiten.

Maurice Tebbel

Ja, ich habe nun das zweite Mal hintereinander den Nationenpreis gewonnen. Ich kann es noch gar nicht richtig fassen. Bei der Siegerehrung habe ich zumindest eine kleine Ahnung davon bekommen.

Marcus Ehning

Wenn man einmal hier gewinnt, dann möchte man immer hier gewinnen! Nun ist uns das drei Mal hintereinander gelungen. Da ist man einfach nur glücklich! Die jungen Reiter haben wirklich eine tolle Leistung abgelegt.

Rodrigo Pessoa, Chef d’Equipe Irland

Wir sind erst einmal sehr glücklich, dass wir überhaupt in Aachen starten konnten! Der CHIO Aachen ist so ein tolles Event, mit so einer phantastischen Atmosphäre, so einem beeindruckenden Stadion. Wir waren so nah dran am Titel, daher bin ich natürlich etwas traurig über den zweiten Platz. Aber das Team hat ohne Frage eine super Leistung abgelegt.

Rob Ehrens, Chef d’Equipe Niederlande

Wir hatten eine sehr gute erste Runde, die zweite war nicht ganz so gut. Aber ok, das ist der Sport! Ich bin sehr stolz auf mein Team. Beim nächsten Mal sind wir einfach ein bisschen besser, damit wir auch noch mal gewinnen.

CHIO Aachen: Niels Bruynseels erfüllt sich einen Kindheitstraum im STAWAG-Preis

Ein Kindheitstraum ging für den Rolex Grand Slam…


Ein Kindheitstraum ging für den Rolex Grand Slam Anwärter Niels Bruynseels heute schon mal in Erfüllung: ein Sieg beim CHIO Aachen. Im STAWAG-Preis war es so weit.

 

Zwölf 1,50 Meter-Hindernisse und 14 Sprünge trennten den Belgier Niels Bruynseels von der Erfüllung des langgehegten Wunsches, bei seinem vierten CHIO Aachen-Besuch endlich auch mal ein Springen zu gewinnen. Parcourschef Frank Rothenberger hatte es den Reitern nicht leicht gemacht: „Für ein Zeitspringen war das ein wirklich schwieriger Parcours“, so der 34-Jährige. „Ich hatte Glück, dass ich ziemlich zum Schluss dran war.“ Denn dann kann man einschätzen, wie viel man riskieren muss. Im Falle von Bruynseels war das eine Mischkalkulation. Ganz hohes Risiko wollte er nicht gehen. Aber er wusste, mit der zehnjährigen Quaprice-Tochter Lady Cracotte hat er ein Pferd, das von Natur aus blitzschnell ist: „Ich habe sie erst seit rund drei Monaten. Aber auf jedem Turnier hat sie mindestens ein Springen gewonnen. Sie liebt es, schnell zu gehen und sie will immer gewinnen!“ Heute hat das geklappt. Die fehlerfreien 61,48 Sekunden, mit denen die beiden die Führung übernommen hatten, sollte keines der nachfolgenden sieben Paare mehr unterbieten können.

 

Am dichtesten dran an der Zeit des Siegerpaares waren Italiens Lorenzo de Luca und der irische Schimmel Limestone Grey mit 62,10 Sekunden. Marcus Ehning konnte sich über Rang drei mit Firth of Lorne freuen. Der Hengst war zuletzt vor vier Jahren hier in Aachen am Start gewesen, damals noch unter Katrin Eckermann, mit der er sowohl im Mercedes-Benz Nationenpreis als auch im Rolex Grand Prix je einen Sturz am Wassergraben hatte. Danach ging der Fuchs zunächst in die USA, ist seit einigen Wochen aber wieder in Deutschland und bei Marcus Ehning – der damit neben seinem Funky Fred, mit dem er gestern im Turkish Airlines-Preis von Europa Dritter gewesen war, einen weiteren tollen Sohn seines Olympiasiegers For Pleasure unter dem Sattel hat.

 

Apropos tolle Pferde – auch Niels Bruynseels schwärmt von der Qualität, die seine Lady Cracotte mitbringt. Aber wenn es am Sonntag um den Rolex Grand Prix geht, für ihn also um eine halbe Million Euro, sollte er nach `s-Hertogenbosch auch den Major in Aachen gewinnen, dann wird er auf sein Spitzenpferd Gancia de Muze setzen.

CHIO Aachen: Sparkassen-Youngsters-Cup Nummer zwei nach Brasilien

Geboren in Brasilien, entdeckt in den USA, gesiegt…


Geboren in Brasilien, entdeckt in den USA, gesiegt in Aachen – die Geschichte von Yuri Mansurs Schimmelstute Havana M in Kürze. Heute holte das Paar seinen bislang größten Erfolg bei der zweiten Prüfung des Sparkassen-Youngsters-Cup 2018.

 

Yuri Mansur wollte es heute wissen im Sparkassen-Youngsters-Cup beim CHIO Aachen 2018. Neunmal hatte er seine Stute Havana M bislang unter Turnierbedingungen an den Start gebracht, neunmal ging sie fehlerfrei. Da kann man schon mal ein bisschen was riskieren. Und das tat der Brasilianer – auf den kürzesten Wegen kannte er heute nur eine Strategie: Nach vorne reiten! Als Havana M über die Ziellinie flog, stoppte die Uhr bei 62,91 Sekunden und Mansur konnte einen Haken hinter Null-Fehler-Parcours Nummer zehn machen, neue Führung. Die sollte ihm bis zum Schluss auch niemand mehr streitig machen.

 

Das Paar gewann die Prüfung vor Marcus Ehning auf der westfälischen For Contest-Tochter Mill Creek Filippa K – die übrigens in Runde eins am Dienstag auch schon Dritte gewesen war – und Laura Kraut (USA) im Sattel von SFS Vincomte v. Veni Vidi Vici. Platz vier holte das Siegerpaar der ersten Runde, Daniel Deußer mit Killer Queen. Dahinter reihte sich Christian Ahlmann im Sattel des westfälischen Cornado-Sohnes Cornwell ein.

 

Yuri Mansur hatte Havana M bei einem Amateur-Springen in den USA entdeckt, recherchierte und fand heraus, dass sie in Brasilien, seiner Heimat, zur Welt kam und einem Freund von ihm gehört. Er erwarb die Stute. Ursprünglich mit dem Gedanken, sie recht zügig weiterzuverkaufen. „Aber jetzt ging sie bei zehn Parcours zehnmal null. Sie wird immer teurer …“ Havana M hat also wohl noch etwas Bleiberecht bei dem in den Niederlanden beheimateten Brasilianer.

 

Daumen drücken für Vitiki

 

Yuri Mansur war gestern im Stechen um den Turkish Airlines-Preis von Europa mit dem Hengst Vitiki gestürzt und das Pferd musste mit einer Verletzung des Fesselbeins in die Klinik gebracht werden. Inzwischen gibt es ein Update zu seinem Gesundheitszustand. Vitiki wurde heute erfolgreich operiert und das Bein eingegipst, damit es heilen kann.

“Vitiki” erfolgreich operiert

Das Pferd „Vitiki“ des brasilianischen Springreiters Yuri Mansur,…


Das Pferd „Vitiki“ des brasilianischen Springreiters Yuri Mansur, das sich gestern bei einem Sturz am Fesselbein verletzt hatte, ist heute mittag erfolgreich operiert worden. Der Hengst steht mit einem Gips in der Box. Reiter und Pferdebesitzer bedanken sich ausdrücklich für die Hilfe, die dem Pferd zuteil wurde und die vielen guten Wünsche, die sie erreichten.

CHIO Aachen: Guido Klatte Jun. gewinnt Qualifikation für Deutschlands U25 Springpokal

Guido Klatte Jr. war 2015 Sieger der ersten…


Guido Klatte Jr. war 2015 Sieger der ersten Stunde bei Deutschlands U25 Springpokal der Stiftung Deutscher Spitzenpferdesport, Preis der Familie Müter, in der Aachener Soers. Auf Coolio gewann er damals das Finale – und nun sind die beiden auf dem besten Weg, ihren Erfolg zu wiederholen.

 

Guido Klatte Jr. und der elfjährige Oldenburger Coolio v. Contendro waren gleich erstes Paar der Qualifikation in Deutschlands U25 Springpokal der Stiftung Deutscher Spitzenpferdesport, Preis der Familie Müter. Fehlerfrei und 60,21 Sekunden schnell meisterten sie die Herausforderungen des 1,45 Meter hohen Parcours. Damit hatten sie eine Marke gesetzt, die keines der folgenden Paare mehr unterbieten sollte.

Auch nicht Maurice Tebbel und Laura Klaphake, die heute Abend beide im deutschen Aufgebot für den Mercedes-Benz Nationenpreis stehen. Klaphake wurde Zweite auf der Holsteiner Cracker Jack-Tochter Camalita (0 Fehler/62,55 Sekunden). Maurice Tebbel reihte sich mit Camilla PJ v. Calme an vierter Stelle ein (0/64,01). Dazwischen schob sich Richard Vogel auf Solitaer, der Sieger der Qualifikation in Balve, der im Stall Beerbaum reitet (0/63,55).

 

Für Guido Klatte ist es etwas ganz Besonderes, in der Soers an den Start zu gehen: „Es war immer mein Kindheitstraum, hier reiten zu dürfen“, sagt der 22-Jährige. Dabei hatte er dem Reitsport in seiner frühen Jugend für mehrere Jahre den Rücken gekehrt. „Ich habe lange Fußball gespielt. Aber dann hat es mich doch wieder gepackt! Das habe ich meiner Familie zu verdanken.“ So gehört z.B. Coolio Guidos Schwester Victoria. Aber die die Pferde spielen überhaupt eine große Rolle in der Familie Klatte, wie man auch an Klattes Antwort auf die Frage erkennen kann, wie es beim CHIO 2018 nun weitergeht für ihn: „Gleich reite ich noch ein Pferd im Sparkassen Youngsters-Cup, das meiner anderen Schwester gehört, und nachher ein anderes junges Pferd von meinem Cousin im STAWAG-Preis.“ Außerdem ist Guido Klatte Jun. in der privilegierten Situation, einen eigenen Shuttleservice für seine Pferde zu haben, wenn es nach Übersee geht – wie zum Beispiel 2017, als er sich mit seinem Toppferd Qinghai für das Weltcup-Finale in Omaha, USA, qualifizieren konnte und auf Anhieb Sechster wurde. Sein Vater Guido Klatte Sen. Betreibt nämlich eine Pferdespedition. Guido Klatte Jun. ist also auf alle Eventualitäten vorbereitet.

CHIO Aachen: Schnell, schneller, Chacco Kid im Preis der StädteRegion Aachen

Der Preis der StädteRegion Aachen ging nach Kanada,…


Der Preis der StädteRegion Aachen ging nach Kanada, an einen Reiter, der hier beim CHIO schon so manchen Erfolg feiern konnte: Eric Lamaze. Diesmal hieß sein Siegerpferd Cacco Kid.

 

Mit dem zwölfjährigen Chacco Blue-Sohn war Eric Lamaze zuletzt in Spruce Meadows am Start gewesen – und zwar hoch erfolgreich. Die super Form demonstrierte Chacco-Kid auch bei seinem heutigen Auftritt im Preis der StädteRegion Aachen, einem Zwei-Phasen-Springen. „Er hat nicht die ganz große Galoppade“, sagt sein Reiter. „Aber er ist unheimlich schnell auf den Füßen, verliert keine Zeit über den Hindernissen und hat gute Reflexe.“ So kann man sein Pferd dann auch mal gehen lassen, wenn es gegen die Uhr geht. Mit 36,71 Sekunden setzte sich Chacco Kid gegen den Oldenburegr Le Carolus-Sohn Lasse K unter Philipp Weishaupt durch. Gerade mal zwei hundertstel Sekunden trennten den Deutschen und die drittplatzierte US-Amazone Laura Kraut auf Deauville S. Weishaupt und Lasse K schossen nach 37,64 Sekunden über die Ziellinie. Bei Kraut stoppte die Uhr nach 37,66 Sekunden.

CHIO Aachen: Deutschlands Team für den Mercedes-Benz Nationenpreis

Der Bundestrainer der deutschen Springreiter, Otto Becker, hat…


Der Bundestrainer der deutschen Springreiter, Otto Becker, hat bekannt gegeben, wer morgen in der Mannschaft für den Mercedes-Benz Nationenpreis reitet. Zwei Paare sind dabei, die auch schon im vergangenen Jahr zum Sieg des deutschen Teams beigetragen haben: Marcus Ehning mit Pret a Tout und Maurice Tebbel auf Chacco’s Son. Simone Blum auf Alice und Laura Klaphake mit Catch Me If You Can sind zwar schon mehrfach Deutschland geritten, aber noch nie hier in Aachen.

CHIO Aachen: Henrik von Eckermann mit Leihpferd zum Turkish Airlines-Preis von Europa

Mehrfach schon hatte der Schwede Henrik von Eckermann…


Mehrfach schon hatte der Schwede Henrik von Eckermann sich in Aachen gut platzieren können. Aber noch nie hat es für einen Sieg in einer der Hauptprüfungen gereicht. Heute, im Turkish Airlines-Preis von Europa, war es so weit – und das auf einem Pferd, das er sich eigens für „das Turnier der Turniere“ (seine Worte) ausgeliehen hat.

 

Die Rechnung von Parcourschef Frank Rothenberger war voll aufgegangen – zehn bis zwölf Paare hatte er sich für das Stechen um den Turkish Airlines-Preis von Europa gewünscht. Elf Reiter blieben fehlerfrei im Normalparcours. Mit dabei: Henrik von Eckermann auf Castello, einem erst zehnjährigen Westfalen v. Cristallo.

Für die beiden ist Aachen erst das dritte gemeinsame Turnier. Sie kennen sich allerdings schon eine ganze Weile länger – der Schimmel gehört der schwedischen Familie Tovek, deren Tochter Evelina seit gut einem Jahr von Henrik von Eckermann trainiert wird. Als Henrik von Eckermann Castello das erste Mal international ritt, qualifizierte er sich mit dem Sieg im Großen Preis beim CSIO5* von Sopot, Polen, auf Anhieb für den Rolex Grand Prix von Aachen. Er wusste: Wenn er hier beim CHIO eine Chance haben will, dann mit Castello. Also fragte er die Familie Tovek, ob sie ihm das Supertalent noch einmal leihen würden. Und nun ist er hier. Und hat den ersten großen Sieg in der Tasche. Für ihn keine Überraschung: „Er passt so etwas von gut auf diesen Platz mit seinem Vermögen und seinem großen Galoppsprung!“ Das war es auch, was ihm heute im Stechen half: „Ich kann Wendungen sehr eng reiten und weiß, mein Pferd könnte auch noch aus dem Stand einen großen Oxer springen.“ So stoppte die Uhr für die beiden bei 47,30 Sekunden.

 

Zu schnell für die Weltcup-Sieger des Jahres 2017, McLain Ward (USA) und HH Azur, die Thunder van de Zuuthoeve-Tochter, die ihren Reiter auch schon zu Mannschaftssilber bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro getragen hatte. Sie verfügt über dieselben Fähigkeiten wie Castello, musste sich heute aber um 0,26 Sekunden geschlagen geben – Platz zwei.

Dritter wurde ein sehr glücklicher Marcus Ehning auf seinem „Herzenspferd“, wie er den 13-jährigen westfälischen Hengst Funky Fred nennt. Mit der Mutter des bunten Fuchses, der Stute Panama, war Marcus Ehning sein erstes CHIO geritten. Ein paar Jahre später startete er hier mit For Pleasure, dem Vater von Funky Fred. Und nun feiert der selbst gezogene Sohn hier Erfolge, diesmal Rang drei im Turkish Airlines-Preis von Europa. Was für Ehning wichtig war: „Zwei Nullrunden geben einem ein sicheres Gefühl für die kommenden Tage.“

 

Nicht nur mit einem sicheren Gefühl, sondern geradezu beflügelt dürfte von heute an der Mann auf Platz vier hier in der Soers springen: der Ire Darragh Kenny. Nachdem er vor wenigen Stunden schon den Preis des Handwerks hatte für sich entscheiden können, erklärte er im Anschluss an die Parcoursbesichtigung für den Turkish Airlines-Preis von Europa: „Der Kurs ist tough! Um hier zu bestehen, braucht man ein Superpferd!“ Ob er mit dem zehnjährigen Schweden Westbrook ein solches unter dem Sattel hat, konnte er zu dem Zeitpunkt nur erahnen. Er hatte den Wallach nämlich vor heute noch nie auf einem Turnier geritten. Die Antwort, was sein Reiter von ihm zu halten hat, gab Westbrook ihm mit der schnellsten Vier-Fehler-Runde im Stechen.

 

Zwei Stürze gab es im Stechen. Der US-Reiterin Laura Kraut mit Confu war nichts passiert. Der Brasilianer Yuri Mansur und der Hannoveraner Hengst Vitiki kamen am DHL-Oxer zu Fall. Der Hengst wurde in die Klinik des CHIO Aachen gebracht und erstversorgt. Er hat sich eine Verletzung des Fesselbeines zugezogen und wurde für die weitere Behandlung in eine Spezialklinik gebracht.

CHIO Aachen: Preis des Handwerks-Sieger Darragh Kenny – „In Aachen habe ich immer Glück!“

Er reitet erst zum zweiten Mal hier in…


Er reitet erst zum zweiten Mal hier in Aachen, aber gewonnen hat er schon deutlich öfter: der Ire Darragh Kenny, der heute als Sieger im Preis des Handwerks vom Platz galoppierte.

 

Der erste und bislang einzige CHIO Aachen-Besuch des Iren Darragh Kenny ist schon ein Weilchen her: 2014 galoppierte er das letzte Mal durch die Aachener Soers. Seine Bilanz damals: drei Siege. Die feierliche Eröffnungsfeier des CHIO 2018 ist noch keine 24 Stunden her, da hat Kenny seine vierte gelbe Schleife an der Trense. Im Sattel des neunjährigen Cacan war er fast zwei Sekunden schneller als der Rest des Feldes, die um den Preis des Handwerks ritten. „Hier habe ich immer Glück“, strahlte der Ire. Dabei ist Aachen erst das zweite Turnier überhaupt für ihn und Cacan. Der glich die mangelnde Erfahrung durch Qualität aus: „Er ist wirklich ein Superpferd!“

 

Das gilt natürlich auch für die weiteren Platzierten. Platz zwei ging an die Selle Français-Stute Venise du Reverdy unter dem in Belgien beheimateten Ägypter Abdel Saïd. Dritte wurde die Holsteiner Stute Star unter dem Franzosen Thierry Rozier. Die zweite CHIO Aachen Platzierung seines Lebens holte mit Rang vier der Brite Harry Charles auf Controe, frisch gebackener Doppel-Europameister, der hier für die Rolex Academy startet. Fünftes und sechstes Paar auf der Ehrenrunde waren der Brasilianer Pedro Veniss im Sattel von For Felicila sowie Schwedens Henrik von Eckermann und Que Guapo de Hus Z, die auch schon im STAWAG Eröffnungsspringen im Geld gewesen waren.

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