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O-Töne Preis der Familie Tesch

Laura Graves Ich bin froh, dass ich in…


Laura Graves

Ich bin froh, dass ich in Aachen starten kann. Das ist ein Privileg. Es sind wirklich sehr gute Reiter hier. Ich versuche natürlich, mich hier noch für Tryon zu empfehlen. Denn für mich ist Aachen das letzte Turnier vor den Weltreiterspielen.

Catherine Dufour

Ich weiß auch nicht genau, wieso mein Pferd sich heute während der Prüfung erschrocken hat. Ansonsten ist die Prüfung für uns aber sehr gut gelaufen.

Helen Langehanenberg

Es war wirklich schön, was heute passiert ist! Ich bin gespannt, was den Rest der Woche noch passiert. Denn ich habe ehrlicherweise keine Erwartungen an mich und mein Pferd gestellt. Ich hatte aber schon ein sehr gutes Gefühl beim Training. Und deswegen sind wir ja auch nach Aachen gekommen.  Ich habe erwartet, dass ich die kleine Tour gehe, am Freitag habe ich jedoch die schöne Nachricht bekommen, dass ich im Nationenpreis starten darf. Da stockte mir kurz der Atem. Mein Pferd hat wirklich einen sehr, sehr starken Charakter, ich hoffe, dass es sich vollkommen auf meine Seite schlägt und weiterhin Spaß an diesem Sport hat.

CHIO Aachen: Isabell Werth „einfach nur glücklich“ im HAVENS Pferdefutter-Preis

Der CHIO Aachen ist dieses Jahr zumindest aus…


Der CHIO Aachen ist dieses Jahr zumindest aus deutscher Sicht das Turnier der Comebacks auf dem Dressurviereck. So waren es zwei lange vermisste Goldpferde, die heute beim HAVENS Pferdefutter-Preis die Ehrenrunde anführten.

 

Isabell Werths Mannschaftsweltmeisterin Bella Rose war zuletzt vor vier Jahren beim CHIO Aachen am Start gewesen. Genauer gesagt hatte sie verletzungsbedingt dreieinhalb Jahre gar keinen Turnierplatz mehr gesehen. Vor zwei Wochen ging sie in Österreich das erste Mal wieder an den Start. Aber die Atmosphäre dort sei natürlich nicht mit der in Aachen vergleichbar, räumte Isabell Werth ein. Die Stute feierte ihr Comeback in der Soers mit einer 77,587 Prozent-Runde und dem Sieg im Grand Prix der CDI-Tour um den HAVENS Pferdefutter-Preis. Die Aufgabe war noch nicht wieder fehlerfrei gewesen, dennoch strahlte Isabell Werth über das ganze Gesicht: „Ich bin einfach nur glücklich!“ Die Fehler nahm sie voll und ganz auf ihre Kappe. „Die Stute will nichts falsch machen!“ Es ginge jetzt darum, die Feinabstimmung zu verbessern. „Und das Temperament müssen wir noch ein bisschen besser kanalisieren.“ Das ist nun der Plan für den Grand Prix Spécial am Freitag.

 

Ähnlich sieht es aus bei dem Paar auf Rang zwei, Dorothee Schneider und Showtime. Der Hannoveraner Sandro Hit-Sohn, mit dem Schneider 2016 zur Goldmannschaft der Olympischen Spiele in Rio de Janeiro gehört hatte, war im November 2017 in München zum letzten Mal am Start gewesen. „Ja, der war schon an“, schmunzelte Schneider. „Es war schon mutig, Aachen gleich als erstes Turnier zu reiten …“ Geschadet hat es nicht. 75,652 Prozent gaben die Richter dem Paar trotz einiger teurer Fehler. Wie Isabell Werth sagt auch Dorothee Schneider, dass das noch eine Sache der Feinabstimmung zwischen ihnen beiden in der Prüfung sei. „Aber ich bin total zufrieden!“

 

Das war auch Bundestrainerin Monica Theodorescu: „Ich finde es toll, wie Bella Rose und Showtime gehen und bin glücklich, dass sie wieder da sind. Sicher, sie hatten noch ein paar Fehler. Aber das ist eine Sache von Kraft und Prüfungsroutine.“ Ein bisschen davon haben sie ja heute schon gesammelt.

 

Abgerundet wurde der deutsche Erfolg im HAVENS Pferdefutter-Preis die Plätze drei und vier von Jessica von Bredow-Werndl auf Zaire-E mit 72,609 Prozent und-Lütkemeier im Sattel von Fabregaz, die mit 71,935 Prozent aus dem Viereck kamen.

 

Die Siegerehrung des Grand Prix war die letzte am CHIO-Mittwoch 2018. 3500 Menschen hatten heute die Dressurwettbewerbe besucht. 29.000 Besucher schauten sich das Geschehen im Parcours an.

Preis der Liselott und Klaus Rheinberger Stiftung

Lauter Premieren Im vergangenen Jahr hatten sich die…


Lauter Premieren

Im vergangenen Jahr hatten sich die U25-Dressurreiter im Preis der Liselott und Klaus Rheinberger Stiftung noch mit Platz zwei hinter den Niederlanden begnügen müssen. In diesem Jahr starteten sie richtig durch.

2017 hatten die Niederlande die Nase vorn gehabt im Nationenpreis der U25-Dressurreiter um den Preis der Liselott und Klaus Rheinberger. Diesmal übernahm Deutschland vom ersten Starter die Führung und gab sie bis zum Schluss nicht mehr her – Sieg für das Trio Jil-Marielle Becks auf Damon’s Satelite, Lisa-Maria Klössinger mit Daktari und Juliette Piotrowski auf Sir Diamond vor Schweden und den Niederlanden. In Aachen vorne zu stehen, war nicht nur für die drei Reiterinnen Neuland, sondern auch für ihren Trainer, Sebastian Heinze. Der sagte: „Aachen hat ja immer einen besonderen Stellenwert. Es ist etwas ganz Besonderes, hier reiten zu dürfen. Und wenn man dann auch noch mit einer gelben Schleife hier raus geht, das ist etwas Einmaliges!“

 

Für Jil-Marielle Becks gab es heute gleich drei „erste Male“: erster Aachen-Auftritt, erste Starterin der Prüfung und das Ganze gekrönt vom ersten Aachen-Sieg. Es heißt ja öfter, als erster Reiter könne man gar nicht gewinnen. Diese vermeintliche Weisheit wurde heute durch die 20-jährige Becks und den selbst gezogenen Damon’s Satelite widerlegt, die nach einer soliden Runde 72,382 Prozent erhielten – ein Ergebnis, das keines der nachfolgenden Paare toppen konnte.

Ja, Aachen sei schon noch mal etwas anderes als alle Turniere auf denen sie bislang geritten ist, gab Jil-Marielle Becks später zu. Für sie ist es außerdem auch noch ihr erstes U25-Jahr und ihr Pferd ist erst zehn Jahre jung. Und dann gleich Aachen reiten … Doch die beiden haben heute bewiesen: Sie sind CHIO-reif. Und wer das ist, kann auch überall sonst bestehen, sagt Bundestrainer Heinze: „Es ist schon noch mal ein Unterschied, wenn die U25-Generation vor Fünf-Sterne-Richtern reitet. Die legen einen anderen Maßstab an. Sie verlangen richtiges Grand Prix reiten.“

 

Gefreut hat sich Sebastian Heinze auch über das Ergebnis der zweiten deutschen Reiterin, der amtierenden U25-Europameisterin Lisa-Maria Klössinger auf Daktari. Der Wallach hatte sich im Mai eine Verletzung zugezogen und seither Turnierpause gehabt. Gerade rechtzeitig zum CHIO wurde er wieder fit. Das Paar hatte schon im vergangenen Jahr zur CHIO-Nationalmannschaft gehört, doch damals hatte der hoch sensible Württemberger sich noch sehr von der Umgebung beeindrucken lassen. Das war jetzt viel besser – obwohl seine Reiterin überzeugt ist: „Er hat sich erinnert. Als wir einritten, bekam er riesengroße Augen!“ Es gelang ihr jedoch, ihm Sicherheit zu vermitteln und die Prüfung mit 71,971 Prozent zu Ende zu reiten. In der Gesamtwertung war das Rang drei hinter Jil-Marielle Becks und dem bestplatzierten schwedischen Paar, Marina Mattsson auf Quartermain (72,029).

 

Lediglich für die dritte im Team, Juliette Piotrowski auf Sir Diamond, lief es heute nicht wie erhofft. „Ich habe mich vor allem über mich selbst geärgert“, so Piotrowski. „Ich hatte ihn die ganze Zeit ein bisschen zu hoch aufgerichtet, so dass er nicht mehr so schön über den Rücken arbeitete wie sonst und wir nicht so viel Ausdruck hatten. Ich hätte das korrigieren müssen, aber ich habe mich nicht so richtig getraut. Aachen ist eben doch noch mal anders.“ Mit 68,706 Prozent belegte das Paar Rang neun. Juliette trug es mit Fassung: „In der Einzelwertung machen wir es besser!“

CHIO Aachen: Preis der VUV – Vereinigte Unternehmerverbände „mit Herzklopfen“ an Dorothee Schneider

„Noch grün“ ist First Romance, der Mannschaftsolympiasiegerin Dorothee…


„Noch grün“ ist First Romance, der Mannschaftsolympiasiegerin Dorothee Schneider zum Sieg im Prix St. Georges trug, dem Preis der VUV – Vereinigte Unternehmerverbände. Was er nicht an Erfahrung mitbringt, macht der Wallach durch sein Talent wett.

 

Es ist das erste Mal, dass der achtjährige Fürst Romancier-Sohn First Romance beim CHIO Aachen an den Start geht. Das hat seine Reiterin gemerkt: „Er fand das alles sehr spannend! Noch fünf Minuten vor dem Einritt hat er sich auf dem Abreiteplatz erschreckt und ich konnte sein Herz durch den Stiefel schlagen fühlen.“ Aber der Wallach ließ sich beruhigen und absolvierte seine Aufgabe wie ein alter Hase – obwohl er seine erste Saison in der schweren Klasse geht und Aachen erst sein zweites internationales Turnier überhaupt ist. „Er war an, aber hat zugehört“, beschreibt Mannschaftsolympiasiegerin Dorothee Schneider ihr Reitgefühl auf dem Youngster. Mit 74,824 Prozent gewannen die beiden den Prix St. Georges, Preis der VUV – Vereinigte Unternehmerverbände. Schneider sagt: „Es ist einfach ein Genuss, ihn zu reiten! Er begeistert mich immer wieder!“ Offensichtlich nicht nur sie, sondern auch die Richter!

Platz zwei ging mit 73,941 Prozent an ein Paar, das Deutschland schon bei den Weltmeisterschaften der jungen Dressurpferde vertreten hat: Stefanie Wolf und die neunjährige Rheinländer Stute Saphira Royal v. San Amour.

WM-Erfahrung hat auch das Pferd auf dem dritten Platz, der neunjährige KWPN-Hengst Eye Catcher v. Vivaldi. Fünf- und sechsjährig gewann er die Bronzemedaille bei den Weltmeisterschaften der jungen Dressurpferde, damals noch unter der Niederländerin Kirsten Brouwer. Inzwischen hat er mit Antonio Laiz Zandio einen spanischen Reiter, der ihn bei ihrem Aachen-Debüt zu 71,441 Prozent ritt.

CHIO Aachen: Vet-Check Dressur – alle Pferde haben bestanden

Heute wurden die Dressurpferde der Kleinen und Großen…


Heute wurden die Dressurpferde der Kleinen und Großen CDI-Tour sowie der U25-Prüfungen von den Tierärzten begutachtet. Es gab nichts zu beanstanden. Die Teilnehmer der Nationenpreiswertung traben morgen um 11 vor.

Laura Graves: „Wir können es schaffen.“ – Interview

Morgen starten beim Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen…


Morgen starten beim Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen 2018, die Dressurwettbewerbe. Die häufigste Frage: Wer kann Isabell Werth schlagen? Laura Graves ist neben Sönke Rothenberger der Name, der am häufigsten genannt wird, und nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Rothenbergers Pferd Cosmo Werths schärfste Konkurrentin. Wir sprachen mit der US-Amerikanerin über ihren Start beim CHIO Aachen und ihre Chancen.

Frage: Was macht für Sie Aachen aus?
Laura Graves: Aachen ist etwas ganz Besonderes für mich. Es ist das anspruchsvollste Turniere der Welt ist, es sind die besten und stärksten Reiter am Start. Das ist das, worauf ich mich freue, zu sehen, wo wir stehen. Aachen ist natürlich auch eine sehr gute Vorbereitung für die Weltreiterspiele.

Frage: Mit welchen Erwartungen sind Sie angereist?
Laura Graves: Natürlich fahren wir überall hin, um zu gewinnen. Das ist auch das, was ich mir in Aachen erhoffe. Wir haben es letztes Jahr bereits in einer Prüfung geschafft, und wir hatten ein gutes Ergebnis beim Weltcupfinale in Paris. Verdades ist sehr gut in Form, es gibt keinen Grund daran zu zweifeln, dass wir es in Aachen noch einmal schaffen können.

Frage: Im letzten Jahr haben Sie in einer Prüfung Isabell Werth schlagen können…
Laura Graves: Es war ein ganz besonderer Tag, es war auch noch mein Geburtstag – ein fantastisches Gefühl! Dieses Jahr ist die Kür an meinem Geburtstag, mal sehen, vielleicht wird das in diesem Jahr mein Geburtstagsgeschenk.

Frage: Dazu werden Sie insbesondere Isabell wieder schlagen müssen.
Laura Graves: Ja, das denke ich auch. Ich war etwas enttäuschst, als ich gelesen habe, dass Cosmo und Sönke Rothenberger nicht an den Start gehen können. Ich wünsche mir die stärksten Gegner und ich glaube, dass gerade Cosmo auch ein Pferd ist, das aktuell in einer Topform ist. Jetzt müssen wir bis Tryon warten, um uns mit ihm zu messen. Aber jetzt gilt es erst einmal, insbesondere Isabell zu schlagen.

Frage: Was macht Verdades so besonders?
Laura Graves: Ich habe ihn schon sein ganzes Leben bei mir. Er kennt mich, und ich kenne ihn. Und zwar ganz genau. Das macht unseren Job gerade unter Druck einfacher.

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