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CHIO Aachen: Isabell Werth „einfach nur glücklich“ im HAVENS Pferdefutter-Preis

Der CHIO Aachen ist dieses Jahr zumindest aus…


Der CHIO Aachen ist dieses Jahr zumindest aus deutscher Sicht das Turnier der Comebacks auf dem Dressurviereck. So waren es zwei lange vermisste Goldpferde, die heute beim HAVENS Pferdefutter-Preis die Ehrenrunde anführten.

 

Isabell Werths Mannschaftsweltmeisterin Bella Rose war zuletzt vor vier Jahren beim CHIO Aachen am Start gewesen. Genauer gesagt hatte sie verletzungsbedingt dreieinhalb Jahre gar keinen Turnierplatz mehr gesehen. Vor zwei Wochen ging sie in Österreich das erste Mal wieder an den Start. Aber die Atmosphäre dort sei natürlich nicht mit der in Aachen vergleichbar, räumte Isabell Werth ein. Die Stute feierte ihr Comeback in der Soers mit einer 77,587 Prozent-Runde und dem Sieg im Grand Prix der CDI-Tour um den HAVENS Pferdefutter-Preis. Die Aufgabe war noch nicht wieder fehlerfrei gewesen, dennoch strahlte Isabell Werth über das ganze Gesicht: „Ich bin einfach nur glücklich!“ Die Fehler nahm sie voll und ganz auf ihre Kappe. „Die Stute will nichts falsch machen!“ Es ginge jetzt darum, die Feinabstimmung zu verbessern. „Und das Temperament müssen wir noch ein bisschen besser kanalisieren.“ Das ist nun der Plan für den Grand Prix Spécial am Freitag.

 

Ähnlich sieht es aus bei dem Paar auf Rang zwei, Dorothee Schneider und Showtime. Der Hannoveraner Sandro Hit-Sohn, mit dem Schneider 2016 zur Goldmannschaft der Olympischen Spiele in Rio de Janeiro gehört hatte, war im November 2017 in München zum letzten Mal am Start gewesen. „Ja, der war schon an“, schmunzelte Schneider. „Es war schon mutig, Aachen gleich als erstes Turnier zu reiten …“ Geschadet hat es nicht. 75,652 Prozent gaben die Richter dem Paar trotz einiger teurer Fehler. Wie Isabell Werth sagt auch Dorothee Schneider, dass das noch eine Sache der Feinabstimmung zwischen ihnen beiden in der Prüfung sei. „Aber ich bin total zufrieden!“

 

Das war auch Bundestrainerin Monica Theodorescu: „Ich finde es toll, wie Bella Rose und Showtime gehen und bin glücklich, dass sie wieder da sind. Sicher, sie hatten noch ein paar Fehler. Aber das ist eine Sache von Kraft und Prüfungsroutine.“ Ein bisschen davon haben sie ja heute schon gesammelt.

 

Abgerundet wurde der deutsche Erfolg im HAVENS Pferdefutter-Preis die Plätze drei und vier von Jessica von Bredow-Werndl auf Zaire-E mit 72,609 Prozent und-Lütkemeier im Sattel von Fabregaz, die mit 71,935 Prozent aus dem Viereck kamen.

 

Die Siegerehrung des Grand Prix war die letzte am CHIO-Mittwoch 2018. 3500 Menschen hatten heute die Dressurwettbewerbe besucht. 29.000 Besucher schauten sich das Geschehen im Parcours an.

CHIO Aachen: Schnell, schneller, Chacco Kid im Preis der StädteRegion Aachen

Der Preis der StädteRegion Aachen ging nach Kanada,…


Der Preis der StädteRegion Aachen ging nach Kanada, an einen Reiter, der hier beim CHIO schon so manchen Erfolg feiern konnte: Eric Lamaze. Diesmal hieß sein Siegerpferd Cacco Kid.

 

Mit dem zwölfjährigen Chacco Blue-Sohn war Eric Lamaze zuletzt in Spruce Meadows am Start gewesen – und zwar hoch erfolgreich. Die super Form demonstrierte Chacco-Kid auch bei seinem heutigen Auftritt im Preis der StädteRegion Aachen, einem Zwei-Phasen-Springen. „Er hat nicht die ganz große Galoppade“, sagt sein Reiter. „Aber er ist unheimlich schnell auf den Füßen, verliert keine Zeit über den Hindernissen und hat gute Reflexe.“ So kann man sein Pferd dann auch mal gehen lassen, wenn es gegen die Uhr geht. Mit 36,71 Sekunden setzte sich Chacco Kid gegen den Oldenburegr Le Carolus-Sohn Lasse K unter Philipp Weishaupt durch. Gerade mal zwei hundertstel Sekunden trennten den Deutschen und die drittplatzierte US-Amazone Laura Kraut auf Deauville S. Weishaupt und Lasse K schossen nach 37,64 Sekunden über die Ziellinie. Bei Kraut stoppte die Uhr nach 37,66 Sekunden.

CHIO Aachen: Deutschlands Team für den Mercedes-Benz Nationenpreis

Der Bundestrainer der deutschen Springreiter, Otto Becker, hat…


Der Bundestrainer der deutschen Springreiter, Otto Becker, hat bekannt gegeben, wer morgen in der Mannschaft für den Mercedes-Benz Nationenpreis reitet. Zwei Paare sind dabei, die auch schon im vergangenen Jahr zum Sieg des deutschen Teams beigetragen haben: Marcus Ehning mit Pret a Tout und Maurice Tebbel auf Chacco’s Son. Simone Blum auf Alice und Laura Klaphake mit Catch Me If You Can sind zwar schon mehrfach Deutschland geritten, aber noch nie hier in Aachen.

CHIO Aachen: Boyd Exell fährt mit gebrochenem Fuß zum Sieg im Preis der Fa. Horsch, Der Entsorger

Heute stand für die Vierspännerfahrer erst einmal Dressur…


Heute stand für die Vierspännerfahrer erst einmal Dressur auf dem Programm im Preis der Fa. Horsch, Der Entsorger. Der Australier Boyd Exell war einmal mehr nicht zu schlagen – trotz gebrochenen Fußes.

 

Der Australier Boyd Exell geht dieses Jahr mit Handicap beim CHIO Aachen an den Start. Ende Juni Wochen war er beim Sprung vom Kutschbock unglücklich aufgekommen und hatte sich das rechte Sprunggelenk gebrochen. Aber Aachen wollte er sich nicht entgehen lassen. Also wurden seine Wagen so umgerüstet, dass er mit dem linken Fuß die Bremse betätigen kann, und nun ist er hier. Seit 2009 hat er siebenmal die Gesamtwertung der Fahrer gewonnen. 2014 hatte er sich mit Rang zwei begnügen müssen, 2015 gab es keine Fahrwettbewerbe.

Und dieses Jahr? Mit einem gebrochenen Fuß? Der hat ihn heute jedenfalls nicht vom Siegen abgehalten. Mit Weile sicherte sich Boyd Exell den Auftakt der Fahrwettbewerbe, die Dressurprüfung um den Preis der Fa. Horsch, Der Entsorger, die noch nicht für die Gesamtwertung zählt. Exell hatte 34,18 Minuspunkte auf dem Konto, das Gespann auf Platz zwei 42,82 Minuspunkte. Das wurde gelenkt von dem US-Amerikaner Chester Weber – übrigens der einzige Fahrer, der Exell in den letzten Jahren einmal hatte schlagen können beim CAIO Aachen. Das war 2014. Dritter wurde der Niederländer Ijsbrand Chardon, der es auf 43,71 Minuspunkte brachte.

CHIO Aachen: Henrik von Eckermann mit Leihpferd zum Turkish Airlines-Preis von Europa

Mehrfach schon hatte der Schwede Henrik von Eckermann…


Mehrfach schon hatte der Schwede Henrik von Eckermann sich in Aachen gut platzieren können. Aber noch nie hat es für einen Sieg in einer der Hauptprüfungen gereicht. Heute, im Turkish Airlines-Preis von Europa, war es so weit – und das auf einem Pferd, das er sich eigens für „das Turnier der Turniere“ (seine Worte) ausgeliehen hat.

 

Die Rechnung von Parcourschef Frank Rothenberger war voll aufgegangen – zehn bis zwölf Paare hatte er sich für das Stechen um den Turkish Airlines-Preis von Europa gewünscht. Elf Reiter blieben fehlerfrei im Normalparcours. Mit dabei: Henrik von Eckermann auf Castello, einem erst zehnjährigen Westfalen v. Cristallo.

Für die beiden ist Aachen erst das dritte gemeinsame Turnier. Sie kennen sich allerdings schon eine ganze Weile länger – der Schimmel gehört der schwedischen Familie Tovek, deren Tochter Evelina seit gut einem Jahr von Henrik von Eckermann trainiert wird. Als Henrik von Eckermann Castello das erste Mal international ritt, qualifizierte er sich mit dem Sieg im Großen Preis beim CSIO5* von Sopot, Polen, auf Anhieb für den Rolex Grand Prix von Aachen. Er wusste: Wenn er hier beim CHIO eine Chance haben will, dann mit Castello. Also fragte er die Familie Tovek, ob sie ihm das Supertalent noch einmal leihen würden. Und nun ist er hier. Und hat den ersten großen Sieg in der Tasche. Für ihn keine Überraschung: „Er passt so etwas von gut auf diesen Platz mit seinem Vermögen und seinem großen Galoppsprung!“ Das war es auch, was ihm heute im Stechen half: „Ich kann Wendungen sehr eng reiten und weiß, mein Pferd könnte auch noch aus dem Stand einen großen Oxer springen.“ So stoppte die Uhr für die beiden bei 47,30 Sekunden.

 

Zu schnell für die Weltcup-Sieger des Jahres 2017, McLain Ward (USA) und HH Azur, die Thunder van de Zuuthoeve-Tochter, die ihren Reiter auch schon zu Mannschaftssilber bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro getragen hatte. Sie verfügt über dieselben Fähigkeiten wie Castello, musste sich heute aber um 0,26 Sekunden geschlagen geben – Platz zwei.

Dritter wurde ein sehr glücklicher Marcus Ehning auf seinem „Herzenspferd“, wie er den 13-jährigen westfälischen Hengst Funky Fred nennt. Mit der Mutter des bunten Fuchses, der Stute Panama, war Marcus Ehning sein erstes CHIO geritten. Ein paar Jahre später startete er hier mit For Pleasure, dem Vater von Funky Fred. Und nun feiert der selbst gezogene Sohn hier Erfolge, diesmal Rang drei im Turkish Airlines-Preis von Europa. Was für Ehning wichtig war: „Zwei Nullrunden geben einem ein sicheres Gefühl für die kommenden Tage.“

 

Nicht nur mit einem sicheren Gefühl, sondern geradezu beflügelt dürfte von heute an der Mann auf Platz vier hier in der Soers springen: der Ire Darragh Kenny. Nachdem er vor wenigen Stunden schon den Preis des Handwerks hatte für sich entscheiden können, erklärte er im Anschluss an die Parcoursbesichtigung für den Turkish Airlines-Preis von Europa: „Der Kurs ist tough! Um hier zu bestehen, braucht man ein Superpferd!“ Ob er mit dem zehnjährigen Schweden Westbrook ein solches unter dem Sattel hat, konnte er zu dem Zeitpunkt nur erahnen. Er hatte den Wallach nämlich vor heute noch nie auf einem Turnier geritten. Die Antwort, was sein Reiter von ihm zu halten hat, gab Westbrook ihm mit der schnellsten Vier-Fehler-Runde im Stechen.

 

Zwei Stürze gab es im Stechen. Der US-Reiterin Laura Kraut mit Confu war nichts passiert. Der Brasilianer Yuri Mansur und der Hannoveraner Hengst Vitiki kamen am DHL-Oxer zu Fall. Der Hengst wurde in die Klinik des CHIO Aachen gebracht und erstversorgt. Er hat sich eine Verletzung des Fesselbeines zugezogen und wurde für die weitere Behandlung in eine Spezialklinik gebracht.

Juliane Barth gewinnt „Das Silberne Pferd“

Juliane Barth gewinnt „Das Silberne Pferd“   Erstmals…


Juliane Barth gewinnt „Das Silberne Pferd“

 

Erstmals wurde der renommierte Medienpreis „Das Silberne Pferd“, der traditionell beim Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen, vergeben wird, als online-Award ausgeschrieben. Der Vielseitigkeits-Blog „julis-eventer.de“ überzeugte letztlich die Jury, die Siegerin heißt Juliane Barth.

Der Name „Das Silberne Pferd“ bleibt bestehen. Das Format des Medienpreises ist nun jedoch ein anderes. Denn ab 2018 wird mit dieser renommierten Auszeichnung der beste „Online-Beitrag“ aus dem zurückliegenden Jahr geehrt. Damit reagieren die Initiatoren der Auszeichnung auf die aktuelle Entwicklung in der Medienlandschaft: Denn auch der Pferdesportjournalismus hat sich gewandelt und bedient sich mittlerweile ganz neuer und spannender digitaler Formate. So wird dieser faszinierende Sport noch lebendiger, noch aktueller und noch persönlicher. Ins Leben gerufen wurde „Das Silberne Pferd“ von Kurt Capellmann und Graf Leopold von Rothkirch. Seit 1986 wird es vom Deutschen Reiter- und Fahrerverband vergeben – seit 2001 in Zusammenarbeit mit dem Aachen-Laurensberger Rennverein e. V.

Die Jury bestand aus Dressurreiterin Nadine Capellmann, Webstar Annica Hansen, Wolfgang Brinkmann (Präsident Deutscher Reiter- und Fahrerverband), Ute Gräfin Rothkirch (Deutscher Reiter- und Fahrerverband) und Michael Mronz (Geschäftsführer Aachener Reitturnier GmbH). Die Jurymitglieder hatten dieses Jahr nicht nur rund 40 Beiträge von Bloggern und Onlinern, sondern auch von Redaktionen, Sportlern, Veranstaltern und Agenturen unter die Lupe genommen. Bewertet hat sie diese unter anderem anhand der Kriterien Kreativität, Qualität, User-Involvement, Zielgruppenaffinität und Relevanz der eingereichten Beiträge. Vom Post bis zur ganzen Webseite waren viele kreative und spannende Beiträge dabei.
Nun wurde Juliane Barth als erste Gewinnerin des „neuen“ Medienpreises am Dienstagabend im Rahmen der Eröffnungsfeier im Hauptstadion geehrt. Die weiteren Platzierungen gingen an: Platz 2: Harriet Jensen für ihr Gesamtkonzept, Platz 3: Gabriele Pochhammer für ihren Blog „Moment Mal!“ auf st-georg.de, Platz 4: Team Kaupp für ihr Gesamtkonzept und Platz 5: Team Marina und die Ponys ebenfalls für ihr Gesamtkonzept.

Der Siegerbeitrag wurde nicht nur mit der Trophäe „Das Silberne Pferd“, sondern auch mit einem Geldbetrag von 3000 Euro geehrt. Der zweitplatzierte Beitrag wurde mit 2000 Euro honoriert, der drittplatzierte mit 1000 Euro, der viert- und fünftplatzierte mit jeweils 500 Euro. Besonderes Bonbon: Experten der RWTH Aachen fertigten einen 3D-Scan von Juliane Barth an, demnächst wird sie zusätzlich noch eine Skulptur von sich selber überreicht bekommen – gefertigt mit einem 3D-Drucker.

Preis der Liselott und Klaus Rheinberger Stiftung

Lauter Premieren Im vergangenen Jahr hatten sich die…


Lauter Premieren

Im vergangenen Jahr hatten sich die U25-Dressurreiter im Preis der Liselott und Klaus Rheinberger Stiftung noch mit Platz zwei hinter den Niederlanden begnügen müssen. In diesem Jahr starteten sie richtig durch.

2017 hatten die Niederlande die Nase vorn gehabt im Nationenpreis der U25-Dressurreiter um den Preis der Liselott und Klaus Rheinberger. Diesmal übernahm Deutschland vom ersten Starter die Führung und gab sie bis zum Schluss nicht mehr her – Sieg für das Trio Jil-Marielle Becks auf Damon’s Satelite, Lisa-Maria Klössinger mit Daktari und Juliette Piotrowski auf Sir Diamond vor Schweden und den Niederlanden. In Aachen vorne zu stehen, war nicht nur für die drei Reiterinnen Neuland, sondern auch für ihren Trainer, Sebastian Heinze. Der sagte: „Aachen hat ja immer einen besonderen Stellenwert. Es ist etwas ganz Besonderes, hier reiten zu dürfen. Und wenn man dann auch noch mit einer gelben Schleife hier raus geht, das ist etwas Einmaliges!“

 

Für Jil-Marielle Becks gab es heute gleich drei „erste Male“: erster Aachen-Auftritt, erste Starterin der Prüfung und das Ganze gekrönt vom ersten Aachen-Sieg. Es heißt ja öfter, als erster Reiter könne man gar nicht gewinnen. Diese vermeintliche Weisheit wurde heute durch die 20-jährige Becks und den selbst gezogenen Damon’s Satelite widerlegt, die nach einer soliden Runde 72,382 Prozent erhielten – ein Ergebnis, das keines der nachfolgenden Paare toppen konnte.

Ja, Aachen sei schon noch mal etwas anderes als alle Turniere auf denen sie bislang geritten ist, gab Jil-Marielle Becks später zu. Für sie ist es außerdem auch noch ihr erstes U25-Jahr und ihr Pferd ist erst zehn Jahre jung. Und dann gleich Aachen reiten … Doch die beiden haben heute bewiesen: Sie sind CHIO-reif. Und wer das ist, kann auch überall sonst bestehen, sagt Bundestrainer Heinze: „Es ist schon noch mal ein Unterschied, wenn die U25-Generation vor Fünf-Sterne-Richtern reitet. Die legen einen anderen Maßstab an. Sie verlangen richtiges Grand Prix reiten.“

 

Gefreut hat sich Sebastian Heinze auch über das Ergebnis der zweiten deutschen Reiterin, der amtierenden U25-Europameisterin Lisa-Maria Klössinger auf Daktari. Der Wallach hatte sich im Mai eine Verletzung zugezogen und seither Turnierpause gehabt. Gerade rechtzeitig zum CHIO wurde er wieder fit. Das Paar hatte schon im vergangenen Jahr zur CHIO-Nationalmannschaft gehört, doch damals hatte der hoch sensible Württemberger sich noch sehr von der Umgebung beeindrucken lassen. Das war jetzt viel besser – obwohl seine Reiterin überzeugt ist: „Er hat sich erinnert. Als wir einritten, bekam er riesengroße Augen!“ Es gelang ihr jedoch, ihm Sicherheit zu vermitteln und die Prüfung mit 71,971 Prozent zu Ende zu reiten. In der Gesamtwertung war das Rang drei hinter Jil-Marielle Becks und dem bestplatzierten schwedischen Paar, Marina Mattsson auf Quartermain (72,029).

 

Lediglich für die dritte im Team, Juliette Piotrowski auf Sir Diamond, lief es heute nicht wie erhofft. „Ich habe mich vor allem über mich selbst geärgert“, so Piotrowski. „Ich hatte ihn die ganze Zeit ein bisschen zu hoch aufgerichtet, so dass er nicht mehr so schön über den Rücken arbeitete wie sonst und wir nicht so viel Ausdruck hatten. Ich hätte das korrigieren müssen, aber ich habe mich nicht so richtig getraut. Aachen ist eben doch noch mal anders.“ Mit 68,706 Prozent belegte das Paar Rang neun. Juliette trug es mit Fassung: „In der Einzelwertung machen wir es besser!“

CHIO Aachen: Preis der VUV – Vereinigte Unternehmerverbände „mit Herzklopfen“ an Dorothee Schneider

„Noch grün“ ist First Romance, der Mannschaftsolympiasiegerin Dorothee…


„Noch grün“ ist First Romance, der Mannschaftsolympiasiegerin Dorothee Schneider zum Sieg im Prix St. Georges trug, dem Preis der VUV – Vereinigte Unternehmerverbände. Was er nicht an Erfahrung mitbringt, macht der Wallach durch sein Talent wett.

 

Es ist das erste Mal, dass der achtjährige Fürst Romancier-Sohn First Romance beim CHIO Aachen an den Start geht. Das hat seine Reiterin gemerkt: „Er fand das alles sehr spannend! Noch fünf Minuten vor dem Einritt hat er sich auf dem Abreiteplatz erschreckt und ich konnte sein Herz durch den Stiefel schlagen fühlen.“ Aber der Wallach ließ sich beruhigen und absolvierte seine Aufgabe wie ein alter Hase – obwohl er seine erste Saison in der schweren Klasse geht und Aachen erst sein zweites internationales Turnier überhaupt ist. „Er war an, aber hat zugehört“, beschreibt Mannschaftsolympiasiegerin Dorothee Schneider ihr Reitgefühl auf dem Youngster. Mit 74,824 Prozent gewannen die beiden den Prix St. Georges, Preis der VUV – Vereinigte Unternehmerverbände. Schneider sagt: „Es ist einfach ein Genuss, ihn zu reiten! Er begeistert mich immer wieder!“ Offensichtlich nicht nur sie, sondern auch die Richter!

Platz zwei ging mit 73,941 Prozent an ein Paar, das Deutschland schon bei den Weltmeisterschaften der jungen Dressurpferde vertreten hat: Stefanie Wolf und die neunjährige Rheinländer Stute Saphira Royal v. San Amour.

WM-Erfahrung hat auch das Pferd auf dem dritten Platz, der neunjährige KWPN-Hengst Eye Catcher v. Vivaldi. Fünf- und sechsjährig gewann er die Bronzemedaille bei den Weltmeisterschaften der jungen Dressurpferde, damals noch unter der Niederländerin Kirsten Brouwer. Inzwischen hat er mit Antonio Laiz Zandio einen spanischen Reiter, der ihn bei ihrem Aachen-Debüt zu 71,441 Prozent ritt.

CHIO Aachen: Preis des Handwerks-Sieger Darragh Kenny – „In Aachen habe ich immer Glück!“

Er reitet erst zum zweiten Mal hier in…


Er reitet erst zum zweiten Mal hier in Aachen, aber gewonnen hat er schon deutlich öfter: der Ire Darragh Kenny, der heute als Sieger im Preis des Handwerks vom Platz galoppierte.

 

Der erste und bislang einzige CHIO Aachen-Besuch des Iren Darragh Kenny ist schon ein Weilchen her: 2014 galoppierte er das letzte Mal durch die Aachener Soers. Seine Bilanz damals: drei Siege. Die feierliche Eröffnungsfeier des CHIO 2018 ist noch keine 24 Stunden her, da hat Kenny seine vierte gelbe Schleife an der Trense. Im Sattel des neunjährigen Cacan war er fast zwei Sekunden schneller als der Rest des Feldes, die um den Preis des Handwerks ritten. „Hier habe ich immer Glück“, strahlte der Ire. Dabei ist Aachen erst das zweite Turnier überhaupt für ihn und Cacan. Der glich die mangelnde Erfahrung durch Qualität aus: „Er ist wirklich ein Superpferd!“

 

Das gilt natürlich auch für die weiteren Platzierten. Platz zwei ging an die Selle Français-Stute Venise du Reverdy unter dem in Belgien beheimateten Ägypter Abdel Saïd. Dritte wurde die Holsteiner Stute Star unter dem Franzosen Thierry Rozier. Die zweite CHIO Aachen Platzierung seines Lebens holte mit Rang vier der Brite Harry Charles auf Controe, frisch gebackener Doppel-Europameister, der hier für die Rolex Academy startet. Fünftes und sechstes Paar auf der Ehrenrunde waren der Brasilianer Pedro Veniss im Sattel von For Felicila sowie Schwedens Henrik von Eckermann und Que Guapo de Hus Z, die auch schon im STAWAG Eröffnungsspringen im Geld gewesen waren.

O-Töne: Simone Blum

O-Töne: Simone Blum Du bist mit drei Pferden…


O-Töne: Simone Blum

Du bist mit drei Pferden in Aachen. Auch „Alice“ ist dabei – sie war verletzt. Wie fühlt sie sich hier in Aachen?

Blum: Sie fühlt sich super und ist unheimlich wild. Ich bin froh, dass wir beide in diesem Jahr dabei sein können.

Wie geht es Alice aktuell?

Blum: Nach ihrer Verletzung war Alice eigentlich wieder relativ schnell im Training. Wir haben ihr allerdings ein bisschen mehr Zeit gegeben, damit sie richtig ausgeheilt ist. Diese Saison klappt soweit alles gut. Alice liebt halt den Springsport. Wenn sie springen darf, um so höher es ist, desto mehr Freude hat dieses Pferd. Sie hat die beste Einstellung, die man sich wünschen kann. Das Rundum-Paket stimmt bei ihr, ich könnte fast keine negativen Dinge nennen.

Welche Erwartungen hast du für diese Saison gerade mit Blick auf Tryon?

Blum: Tryon ist für uns natürlich auch ein großes Ziel. Aber das müssen wir auch ein stückweit auf uns zukommen lassen. Auch wir werden unser Bestes geben, aber gerade im Sport – vor allem wenn man mit Tieren zu tun hat – kann man nicht alles planen.

Und deine Erwartungen an Aachen?

Blum: Alice bin ich gestern im Warm-up geritten. Da war sie auch frisch und wild. Con Touch habe ich im STAWAG Eröffnungsspringen geritten. Wir hatten soweit eine gute Runde mit einem Fehler. Beim Sparkassen-Youngster-Preis hatten wir eine Nullrunde. Er kann hier noch viel lernen. Heute treten wir dann im Turkish Airlines-Preis von Europa an. Toll wäre natürlich auch die Qualifikation für den Rolex Grand Prix – und dann auch noch eine Platzierung zu bekommen, wäre ein großer Traum.

Schaut man sich das Team für den Mercedes-Benz Nationenpreis an, scheint es einen Generationenwechsel im deutschen Springsport gegeben zu haben…

Blum: Ein Umbruch findet ja immer mal wieder statt, da junge Leute nachkommen müssen. Wir müssen ja auch die Chancen bekommen, Erfahrungen zu sammeln. Deswegen finde ich es unheimlich toll, dass wir in Aachen ein sehr junges Team sind. Auch alle anderen großen Namen haben einmal jung angefangen. Außerdem haben wir unheimlich tolle Pferde im Team. Am Schluss braucht man natürlich auch ein bisschen Glück, damit alles funktioniert. Der Druck ist natürlich groß, da die Deutschen ja bereits zwei Mal hintereinander gewonnen haben. An diesen Erfolh wollen wir natürlich gerne anknüpfen.

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