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Starker Auftakt für die deutschen Voltigierer im Preis der Sparkasse

Der Auftakt zum CHIO Aachen 2017 hätte aus…


Der Auftakt zum CHIO Aachen 2017 hätte aus deutscher Sicht nicht besser laufen können. Seit 2007 eröffnen die Voltigierer das Weltfest des Pferdesports am ersten Wochenende in der Albert-Vahle-Halle.

Heute waren mit Pflicht und Technik zwei von drei Teilprüfungen im Preis der Sparkasse dran. Bei Damen, Herren und Gruppen leuchtet Schwarz-Rot-Gold auf Rang eins. Für Bundestrainerin Ursula Ramge keine Überraschung: “Wir sind zum CHIO gefahren in dem Wissen, dass wir gut aufgestellt sind“, erklärte sie. Für die Voltigierer werden in Aachen auch die letzten Tickets für die anstehenden Europameisterschaften Anfang August in Österreich verteilt. Kein Wunder also, dass Janika Derks, die bei den Damen nach Pflicht und Technik in Führung liegt, sagt: „Auf Aachen bereiten wir uns noch fokussierter vor als sonst. Ziel ist es, noch einmal alles herauszuholen.“

Derks, die erst ihre zweite Saison in der Damenwertung turnt, ist das auf jeden Fall gelungen. Nach einem überlegenen Sieg in der Pflicht und Rang drei in der Technik auf Auxerre, longiert von Elisabeth Simon, hat sie in der Gesamtwertung mit 8,014 Punkten die Nase vorn. Die aktuelle Weltcup-Siegerin, die Italienerin Anna Cavallaro mit Monaco Franze an der Longe von Nelson Vidoni, machte es genau umgekehrt und liegt nun mit 7,851 Zählern an zweiter Stelle. Sie lieferte die drittbeste Pflicht und trumpfte dann in der Technik auf. Die Punkte reichten zwar nicht, um an Derks vorbeizuziehen. Jedoch immerhin, um die weiteren drei deutschen Damen auf Abstand zu halten. Cavallaro dicht auf den Fersen ist Corinna Knauf auf Fabiola (Longe: Alexandra Knauf). Die 24-Jährige, die vor zwei Jahren hier in Aachen mit EM-Silber den größten Erfolg ihrer Karriere feierte, kam auf 7,834 Punkte. Vorjahressiegerin Kristina Boe leistete sich mit dem bewährten Don de la Mar (Longe: Winnie Schlüter) einen ärgerlichen, weil teuren Schnitzer als sie die Zeit ihrer Technikvorstellung überzog und liegt nun an vierter Stelle (7,736). Sarah Kay und Sir Valentin (Longe: Dina Menke) rangieren auf Platz fünf (7,497).

Bei den Herren hat Vorjahressieger Thomas Brüsewitz auf Bigstar an der Longe von Irina Lenkeit mit 7,837 Punkten die Führung übernommen. Er gewann die Pflicht mit Abstand und animierte die Zuschauer auch in der Technik zu begeistertem Applaus.
Dahinter rangiert Erik Oese mit 7,748 Punkten. Nachdem er in der Pflicht mit Calvador und Andreas Bäßler an der Longe „nur“ Fünfter war, setzte er in der Technik zur Aufholjagd an und gewann diesen Teil. Dritter ist momentan der Bruder des Führenden, Viktor Brüsewitz mit 7,618 Punkten nach zwei dritten Plätzen auf Don Filippo (Longe: Lisa Borgmann). Pech hatte Jannik Heiland auf Highlander (Longe: Winnie Schlüter), der nach Rang zwei in der Pflicht auch in der Technik ganz stark begann, dann aber am Ende stürzte. Damit fiel er mit nun 7,375 Punkten auf Rang fünf zurück hinter dem Schweizer Lukas Heppler mit Cairo (Longe: Petra Cinerova, 7,507).

Auch bei den Teams geben die Deutschen den Ton an – mit Abstand! Herausragend präsentierte sich die Gruppe vom RSV Neuss-Grimlinghausen auf Delia mit Elisabeth Simon an der Longe. Mit 7,929 Punkten setzten die Neusser sich gegen die Dauerkonkurrenz vom Voltigierverein Köln-Dünnwald auf Picardo, longiert von Patric Looser, durch (7,756 Punkte). Die Kölner sind übrigens bereits gesetzt für die EM 2017. Auf Rang drei liegen derzeit die Italiener mit dem Team C.I.M. Italy auf Hot Date Tek (Longe: Laura Carnabuci,7,084 Punkte).

Soerser Sonntag beim CHIO Aachen 2017: Shoppen, Schlemmen und jede Menge Pferde

Während für die weltbesten Voltigierer am 16. Juli…


Während für die weltbesten Voltigierer am 16. Juli die letzten Prüfungen beim CHIO Aachen 2017 anstehen, öffnet das CHIO Aachen-Village erstmalig seine Pforten. Denn auch dieses Jahr ist der traditionelle und äußerst beliebte „Soerser Sonntag“ Teil des Rahmenprogramms beim Weltfest des Pferdesports. Diesen „Tag der offenen Tür“, zu dem jeder Interessierte bei freiem Eintritt eingeladen ist, rief der Aachen-Laurensberger Rennverein e. V. (ALRV) bereits 1998 ins Leben. Eigentlich war er nur als einmaliges Event gedacht. Gleich bei seiner Premiere kam er bei den Besuchern jedoch so gut an, dass er fester Bestandteil des CHIO Aachen wurde. Neben dem geöffneten CHIO Aachen-Village mit rund 200 internationalen Ausstellern und verschiedenen gastronomischen Angeboten wird auch ein kunterbuntes Showprogramm für die ganze Familie.

Los geht es um 11.30 Uhr mit einem festlichen ökumenischen Gottesdienst unter freiem Himmel im Deutsche Bank Stadion. Die offizielle Eröffnung des „Soerser Sonntags“ erfolgt um 13 Uhr auf dem Trainingsplatz Springen – der Startschuss für ein abwechslungsreiches und nicht alltägliches Programm: Deutsche Reitponys, töltende Isländer und Friesen, eine Show mit Pferden und Falken, ein Mini Traber Rennen, eine rasante Springquadrille, spannende Einblicke in das Training von Fahrpferden und Dog Agility mit Europameisterin Christian Kuko. Als weitere Highlights warten Ponyreiten, Kinderschminken, die Spiele- und Aktionsanhänger der Rheinischen Landjugend sowie der Besuch des CHIO Aachen-Maskottchens Karli auf die jungen Besucher. Karli bekommt in diesem Jahr außerdem Gesellschaft von der ebenso plüschigen und kultigen Maus aus der „Sendung mit der Maus“. Im Rahmen der Charity-Kooperation „Aktion Glücks-Bringer“ werden sich am Soerser Sonntag außerdem die vier Therapiehöfe aus der Region dem Publikum präsentieren. Zudem werden auffällig orange gekleidete Spendensammler am Soerser Sonntag auf dem gesamten Turniergelände für diese Aktion sammeln. Die größeren Turnierbesucher können sich beim diesjährigen Soerser Sonntag mit dem „Internationalen Turnier für traditionelle Anspannungen (CIAT)“ auf eine besondere Premiere freuen. Veranstaltet wird der Wettbewerb vom ALRV in Kooperation mit dem Deutschen Traditionsfahrer Verband e.V. (DTV). Nach der 15 Kilometer langen Streckenfahrt durch die Soers und Laurensberg ist ab 12.30 Uhr die kombinierte Gehorsams- und Kegelfahrprüfung im Fahrstadion live zu erleben.

CHIO Aachen setzt auf SAP Event Ticketing

Gemeinsam haben SAP und der CHIO Aachen in…


Gemeinsam haben SAP und der CHIO Aachen in den vergangenen Jahren spannende und hochfunktionale digitale Neuerungen wie die inzwischen auch international weit verbreitete „Judging-App“ entwickelt.  Zukünftig wird der offizielle Technologiesponsor des CHIO Aachen auch für das Ticketsystem der Sportgroßveranstaltung verantwortlich sein.

„Mit SAP Event Ticketing haben wir fortan eine herausragende Lösung für die Anforderungen, die der CHIO Aachen stellt“, erläutert Michael Mronz, Geschäftsführer der Aachener Reitturnier GmbH. Denn das Weltfest des Pferdesports sei eine Veranstaltung über zehn Turniertage mit fünf unterschiedlichen Disziplinen, verschiedensten Rahmenveranstaltungen und mehreren Austragungsorten. „Die Komplexität der Veranstaltung können wir dank SAP Event Ticketing in ein leicht verständliches und intuitiv bedienbares System übersetzen“, so Mronz, dessen Dank dem bisherigen Ticket-Partner CTS Eventim gilt, mit dem man sechs Jahre ausgezeichnet zusammengearbeitet habe.

Das zukünftige System wird am Freitag, 14. Juli 2017, dem ersten Turniertag des CHIO Aachen 2017 an den Start gehen. Dann startet der Vorverkauf für den CHIO Aachen 2018. Bewährte Zusatzfunktionen wie die 3D-Applikation, mit der sich die Stadien vorab erkunden lassen oder eine offizielle Ticketbörse werden auch in SAP Event Ticketing integriert sein.

Im Gespräch mit Ijsbrand Chardon

Für Ijsbrand Chardon ist die Aachener Soers so…


Für Ijsbrand Chardon ist die Aachener Soers so etwas wie sein zweites Wohnzimmer. Sagenhafte 11 Mal hat er den „Preis der Familie Richard Talbot“, die Einzelwertung der Vierspännerfahrer beim CHIO Aachen gewonnen. Das ist Rekord. Wir sprachen mit dem 56-Jährigen über seine Ziele in diesem Jahr, seine Konkurrenten und die Stimmung an der Geländestrecke.

Wie finden Sie es, dass die Niederlande das diesjährige Partnerland des CHIO Aachen sind?

Chardon: Das ist super! Die Niederländer beweisen ja immer schon bei den Fahrprüfungen, dass sie für Stimmung sorgen können. Das ist genauso beim diesjährigen Rahmenprogramm. Die Niederländer liefern eine tolle Show ab. Ein besonderer Moment war für uns niederländische Fahrer unser Auftritt bei der großartigen Eröffnungsfeier am Dienstag.

Ist das für Sie als Niederländer ein zusätzlicher Anreiz, beim diesjährigen XXXL Pallen Marathon zu gewinnen?

Chardon: Nein, unabhängig davon, ob die Niederlande Partnerland sind oder nicht, gebe ich jedes Jahr mein Bestes in Aachen.

Letztes Jahr haben Sie hinter Boyd Exell und Ihrem Team-Kollegen Koos de Ronde den dritten Platz belegt, mit dem Team Platz eins. Welche Ziele haben Sie sich für den diesjährigen CHIO Aachen gesetzt?

Chardon: Schön wäre es natürlich, in beiden Wertungen den ersten Platz zu erreichen. Das wünscht sich natürlich jeder. Aber das wird schwer. In der Einzelwertung würde ich mich daher über eine Platzierung unter den ersten drei freuen, in der Teamwertung setzen wir alles daran, unseren Titel zu verteidigen! Ich komme mit einem guten Gespann und starken Pferden nach Aachen, wir haben uns intensiv auf Aachen vorbereitet – natürlich auch vor dem Hintergrund, dass Aachen der letzte große Meilenstein vor der Reit-EM in Göteborg im August ist.

Wie schätzen Sie die Konkurrenz in diesem Jahr ein?

Chardon: Das Teilnehmerfeld ist wie gewohnt sehr stark. Ja, die weltbesten Fahrer treten hier an. Boyd Exell ist beinahe unschlagbar, mein Team-Kollege Koos de Ronde ist zurzeit auch gut unterwegs und der deutsche Fahrer Christoph Sandmann hat sich in letzter Zeit auch sehr stark präsentiert. In der Team-Wertung tippe ich auf ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Deutschland und den Niederlanden.

Was macht Aachen so besonders für Fahrer?

Chardon: Aachen ist für uns Fahrer das beste und wichtigste Turnier überhaupt. Die Atmosphäre im Gelände ist toll, die Euphorie der Zuschauer unvergleichbar schön, der Marathon anspruchsvoll und die Siegerehrung im großen Hauptstadion für jeden Fahrer ein Erlebnis!

Sie haben schon viele Erfolge beim CHIO Aachen gefeiert. Welches Erlebnis hat bleibenden Eindruck hinterlassen?

Chardon: Das ist schwer zu sagen. Aachen ist jedes Jahr ein Erlebnis und man hat das Gefühl, dass das Turnier trotz des hohen Niveaus jedes Mal noch ein bisschen besser wird. Seit 1981 starte ich beim CHIO Aachen, dieses Jahr bestreite ich mein 35. Turnier. 11 Mal konnte ich den Einzeltitel gewinnen, 8 Mal habe ich mit dem Team den ersten Platz erreicht. Keine Frage, dass Aachen ein besonderer Platz für mich ist!

Und was sagen Sie zur Stimmung in der Geländestrecke Soers?

Chardon: Die ist immer fantastisch. Selten gibt es Fahrprüfungen mit so vielen Zuschauern. Aufgrund der Nähe zu den Niederlanden sind natürlich auch immer viele niederländische Fans vor Ort. Das ist ein zusätzlicher Motivationsschub!

Was machen Sie in Aachen, wenn Sie gerade nicht sportlich unterwegs sind?

Chardon: Wenn die Zeit es zulässt, schaue ich auch gerne beim Springen und der Dressur vorbei. In Aachen ist halt alles auf einem Toplevel – da macht es nicht nur Spaß, aktiv dabei zu sein, sondern auch zuzuschauen!

Ab 2018 ehrt „Das Silberne Pferd“ Online-Journalismus und Social Media

Aus dem traditionellen Medienpreis „Das Silberne Pferd“ wird…


Aus dem traditionellen Medienpreis „Das Silberne Pferd“ wird ein Online-Award. Damit tragen die Organisatoren, der Deutsche Reiter- und Fahrerverband (DRFV),  der Aachen-Laurensberger Rennverein e.V. (ALRV) sowie Gina Capellmann-Lütkemeier und Nadine Capellmann einer sich ändernden Medienlandschaft Rechnung.

Der Pferdesport und auch die Berichterstattung über den CHIO Aachen finden nicht mehr nur in den klassischen Medien statt. „Längst berichten auch Onliner,  Blogger und Social Media-Experten über diese Themen“, so Michael Mronz, Geschäftsführer der Aachener Reitturnier GmbH. Zudem haben die klassischen Medien ihre Angebote ausgeweitet, aus Verlagshäusern kommen alle Angebote auch digital.

„Wir wollen besonders auch junge Leute für den Pferdesport begeistern. Die erreichen wir inzwischen am ehesten über Soziale Medien. Daher  ist es nur logisch, dass wir nun auch ‚Das Silberne Pferd‘ in das neue Zeitalter führen“, sagte DRFV-Präsident Wolfgang Brinkmann. So heißt der Preis fortan „Das Silberne Pferd. Der Online- und Social Media-Award im Pferdesport“.

Vorgeschlagen und eingereicht werden können einzelne Posts und Beiträge ebenso wie gesamte Webseiten oder übergreifende Konzepte. Teilnehmen können Redaktionen, Blogger und Onliner, aber auch Sportler, Veranstalter, Sponsoren etc. Geehrt werden können folglich der Verfasser, die verantwortliche Person, mehrere Autoren oder eine Gruppe/ Redaktion. Die Jury bewertet dabei unter anderem Kreativität, Qualität, User-Involvement, Zielgruppenaffinität und Relevanz.

„Wir sind gespannt auf die Bandbreite der Beiträge“, sagt Dressurreiterin Nadine Capellmann, denn: „Das Repertoire des digitalen Erzählens ist riesengroß“, so Gina Capellmann-Lütkemeier. Ihr Vater Kurt Capellmann hat „Das Silberne Pferd“ einst ins Leben gerufen. Er nahm damit eine Anregung des Grafen Leopold von Rothkirch auf.

Die drei besten Beiträge werden platziert, der Siegerbeitrag wird mit dem „Silbernen Pferd“ und einem Geldbetrag von 4000 Euro geehrt. Der zweitplatzierte Beitrag wird mit 2000 Euro honoriert und der drittplatzierte mit 1500 Euro. Weitere Informationen gibt es hier.

Interview Werth kurz vor CHIO Aachen Start

Im Gespräch mit der vielleicht besten Reiterin aller…


Im Gespräch mit der vielleicht besten Reiterin aller Zeiten – Isabell Werth kurz vor dem CHIO Aachen-Start

Unter den sieben besten Dressurreitern der Welt findet sich ein Name gleich dreimal: Isabell Werth. Mit drei verschiedenen Pferden ist sie in der aktuellen Weltrangliste vertreten, mit Weihegold führt sie das Ranking auch an. Besser geht´s nicht. Am Rande der Pressekonferenz vor Beginn des CHIO Aachen 2017 (14. bis 23. Juli) sprachen wir mit der Ausnahmesportlerin, die das Derssurreiten geprägt hat wie kaum ein zweiter Sportler und es immer noch tut.

Frage: Sie sind mit drei Pferden in den Top 10 der Weltrangliste, Sie bringen Weihegold mit nach Aachen. Wie stehen Sie zu ihrer Rolle als Top-Favoritin?

Isabell Werth: Ich bringe Weihegold und Emilio mit, beide sind glücklicherweise in einer sehr guten Verfassung. Ich hoffe, das bleibt auch so. Wir sind sehr gut vorbereitet, wenn wir nach Aachen kommen und hoffen, dass wir das dann abrufen können. Der Erwartungsdruck von allen Seiten ist hoch, auch von mir selber. Ich bin aber selbstbewusst genug zu sagen, dass ich mich mit der bezeichnung „Top-Favoritin“ gut anfreunden kann.

Frage: Wie schätzen Sie die Chancen der USA beim Lambertz Nationenpreis, insbesondere die Chancen von Laura Graves, ein?

Werth: Sie hat auf jeden Fall große Chancen, sie ist im Favoritenkreis. Sie war „Verdades“ Zweite im Weltcupfinale in Omaha. Wir nehmen die Herausforderung an und hoffen, dass wir die Amerikaner und auch die Dänen im Griff behalten, das ist ganz klar das Ziel der deutschen Mannschaft. Wir sind durch den Ausfall von Desperados und Showtime, die uns bei den Olympischen Spielen in Rio noch zur Verfügung standen, etwas geschwächt, trotzdem werden wir die Kurve kriegen.

 

Frage: Wen sehen Sie neben sich und Laura Graves noch im Favoritenkreis für den Deutsche Bank Preis, Großer Dressurpreis von Aachen?

Werth: Die junge Dänin Catherine Defour ist aktuell in einer Top-Verfassung. Auf sie bin ich sehr gespannt. Und auch mein Mannschaftskollege Sönke Rothenberger ist richtig gut drauf. Es gibt einige, die versuchen werden, mir in die Suppe zu spucken (lacht).

Frage: Sie kennen den CHIO als Aktive wie kaum eine Zweite, was macht für Sie das Turnier aus?

Werth: Es ist das größte und großartigste Turnier, das wir auf der Welt haben. Es ist eine unglaubliche Mischung aus Sport-, Familien- und Volksfest. Dazu kommt, dass alle reitsportlichen Disziplinen eingebunden sind. Das Publikum ist sehr verbunden mit dem Turnier und sehr emotional. Das Turnier wird ständig verbessert, es wird auch an kleinsten Stellschrauben gedreht. Es ist einfach das beste Turnier, das wir uns wünschen können.

 

Frage: Ihr niederländischer Springreiter-Kollege Jeroen Dubbeldam hat Ihnen original holländische Klompen geschenkt – Was verbindet Sie mit dem diesjährigen CHIO Aachen Partnerland?

Werth: Mit Holland verbindet mich sehr viel. Ich wohne nur 40 Kilometer von der holländischen Grenze entfernt und habe so auf holländischen Turnieren fast ein Heimspiel. Ich hatte viele spannende Turniere und auch emotionale Wettkämpfe, die nicht immer nur schön waren, zum Beispiel mit Anky van Grunsven, meiner holländischen Kollegin und Rivalin. Das war anfangs wirklich Deutschland gegen Holland, ein bisschen wie auf dem Fußballfeld. Mittlerweile hat sich das entspannt, wir haben ein professionelles und respektvolles Verhältnis zueinander. Die holländischen Turniere sind sehr schön, es ist viel Respekt vorhanden. Und die Klompen sind super, die werde ich zuhause bestimmt tragen – vielen Dank an Jeroen.

Top-Sport, Blogger und Klompen für Isabell Werth

„Eigentlich schreibe ich Tagebuch, nur eben öffentlich und…


„Eigentlich schreibe ich Tagebuch, nur eben öffentlich und mit Bildern“, beschreibt Bloggerin Harriet Charlotte Jensen ihre Tätigkeit. Die Hamburgerin ist ein Online-Star, mit ihrer Webseite und ihren Social Media Kanälen erreicht sie Hunderttausende. Auch vom CHIO Aachen 2017, der am Freitag beginnt, wird sie berichten. Grund genug für die Organisatoren, sie auch zur Pressekonferenz kurz vor Turnierbeginn einzuladen. Auf dem Podium erhielt sie prominente Unterstützung, so waren auch  die erfolgreichste Dressurreiterin aller Zeiten, Isabell Werth und der amtierende Welt- und Europameister Jeroen Dubbeldam aus den Niederlanden nach Aachen gekommen. Letzterer hatte ein Geschenk – original niederländische Klompen für Isabell –, aber auch eine schlechte Nachricht im Gepäck. Sein Top-Pferd ist derzeit nicht fit genug, so dass er nicht in der niederländischen Mannschaft für den CHIO sein wird. Auf den CHIO freut er sich dennoch: „Das beste und schönste Turnier der Welt.“ Und schließlich seien die Niederlande ja 2017 auch Partnerland des CHIO. So wurden die Gäste der Pressekonferenz nicht nur vom CHIO-Maskottchen Karli begrüßt, sondern auch von der niederländischen Werbe-Ikone Frau Antje.

Jeroen Dubbeldam über den CHIO Aachen

CHIO Aachen-Turnierleiter Frank Kemperman informierte darüber, dass Deutschland ein junges Team ins Rennen um die Titelverteidigung schicken wird: Neben den beiden Routiniers Marcus Ehning und Marco Kutscher gehören Philipp Weishaupt, Sieger im Rolex Grand Prix 2016, sowie Maurice Tebbel und Laura Klaphake zur Mannschaft. Insgesamt freue man sich auf 334 Aktive aus 27 Nationen, 105 Stunden Sport können die Zuschauer erleben.

Voller Vorfreude ist Isabell Werth. Sie ist derzeit mit gleich drei Pferden in den Top 10 der Weltrangliste. Beim CHIO Aachen freut sie sich auf „knackige Duelle“, insbesondere mit der US-Amerikanerin Laura Graves, aber auch die Dänin Cathrine Dufour „hätte ja ein großes Vergnügen daran, mir in die Suppe zu spucken“, schmunzelte Isabell Werth. Sie sagt aber auch selbstbewusst, dass sie „bei aller Bescheidenheit“ kein Problem mit der Bezeichnung „Top-Favoritin“ im Deutsche Bank Preis, Großer Dressurpreis von Aachen habe. Den CHIO Aachen, so Werth, zeichne eine stetige Entwicklung aus, es gebe keinen Stillstand.

Isabell zur sportlichen Situation

Isabell Werth über den CHIO Aachen

Diese Entwicklung, so Michael Mronz, Geschäftsführer der Aachener Reitturnier GmbH, sorge dafür, dass die lange Tradition des CHIO Aachen nicht verstaube. So werde man neue Wege in der Kommunikation gehen und die Reiter auch beim Training und der Vorbereitung auf eine Prüfung begleiten. „Idealerweise gelingt es uns, den Reiter live ans Fernsehen abzugeben“, so Mronz. Und man wolle darstellen, was hinter den Kulissen geschehe. Ganz besonders freut Mronz sich auf die CHIO Aachen Blogger Lounge, aus der neben Harriet Charlotte Jensen noch elf weitere Bloggerinnen vom CHIO Aachen 2017 berichten werden. Harriet Jensen hat sich für das Turnier ein straffes Programm vorgenommen und gleich mehrere Kanäle mit verschiedensten Inhalten bedienen.

Harriet Charlotte Jensen über ihre CHIO Aachen-Planung

Aachens Oberbürgermeister Marcel Philipp erinnerte schmunzelnd an die Tour de France, die vor wenigen Tagen durch Aachen rauschte: „Zwei Räder können wir auch, aber vier Beine können wir besser“. Die Bedeutung für die Stadt Aachen sei riesig, der CHIO habe eine massive Ausstrahlung. Die gute Zusammenarbeit zwischen der Stadt und dem CHIO freut auch den Präsidenten des Aachen-Laurensberger Rennvereins, Carl Meulenbergh. „Wir sind heute hier am Aachener Markt, man sieht das Rathaus, den Dom und irgendwie gehört der CHIO ja auch dazu“, so Meulenbergh, der auch für den CHIO Aachen 2017 (14. bis 23. Juli) verspricht: Wir bringen Top-Sport und perfekte Show zusammen.

US-Springreiter mit breiter Brust, Deutsche Springreiter im Umbruch

Es sind die ganz großen Namen des Springsports,…


Es sind die ganz großen Namen des Springsports, die beim CHIO Aachen vom 14. bis zum 23. Juli an den Start gehen. Aus den Top 20 sind 17 Reiter dabei.

„Bärenstark“, kommentiert Turnierleiter Frank Kemperman kurz und knapp das Teilnehmerfeld. Er freut sich insbesondere auf das US-amerikanische Team. Angeführt vom Weltranglistenersten Kent Farrington gehen sie in Top-Besetzung in den Aachener Parcours. Zudem werden Farrington, Lauren Hough, McLain Ward (Nr. 3 Weltrangliste), Beezzie Madden und Laura Kraut auch ihre Top-Pferde satteln. In dieser Besetzung sind sie ein Favorit im Mercedes-Benz Nationenpreis am Donnerstagabend (20. Juli).

Für Team Deutschland wird die Titelverteidigung im Mercedes-Benz Nationenpreis ein schwieriges Unterfangen. Die besten Reiter der Welt wollen ihnen diesen begehrten Titel entreißen. Neben den Arrivierten Daniel Deußer (Nr. 2 Weltrangliste), Christian Ahlmann (Nr. 6), Marcus Ehning, Ludger Beerbaum und Marco Kutscher dürfte der Umbruch im deutschen Springsport im Mittelpunkt stehen. Für Nachwuchsstars wie Laura Klaphake und Maurice Tebbel ist der CHIO Aachen 2017 eine große Chance. Die Spannung ist groß, welches Team die Bundestrainer Otto Becker und Heinrich-Hermann Engemann nominieren werden. Übrigens: 2017 wird gleich dreimal Beerbaum in der Soers einreiten, neben Ludger kommen auch Meredith Michaels-Beerbaum und Markus Beerbaum.

Aus den Top 10 der Weltrangliste kommen auch Eric Lamaze (CAN), Steve Guerdat (CH), Kevin Staut (FRA) und Scott Brash (GB) nach Aachen. Brash gelang bisher als einzigem Reiter der Welt ein Sieg im „Rolex Grand Slam of Show Jumping“. Diesen legendären Erfolg könnte als Nächster Pedro Veniss schaffen. Der Brasilianer gewann das letzte Major-Turnier in Genf und befindet sich rechtzeitig in Top-Form. So gewann er gerade eine 5*-Prüfung im kanadischen Spruce Meadows, wo er sich gezielt auf den CHIO Aachen vorbereitet. Denn Spruce Meadows verfügt wie Aachen über einen großen Rasenplatz. Die Hoffnungen des aktuellen CHIO Aachen-Partnerlands Niederlande ruhen auf dem amtierenden Welt- und Europameister Jeroen Dubbeldam. Er weiß übrigens, wie sich siegen anfühlt: Bereits 2001 gewann er den Rolex Grand Prix beim CHIO Aachen, den wohl begehrtesten Großen Preis der Welt.

Eine starke Equipe schickt auch Belgiens Nationalcoach Peter Weinberg. Mit Pieter Devos ist ein Reiter dabei, der auch bereits einen Major-Sieg verbuchen konnte (2013 beim Spruce Meadows `Masters´). Darüberhinaus werden die Philippaerts-Brüder und Gregory Whatelet für Aachen satteln.

Alle Superstars sind bereits am Mittwoch, 19. Juli, beim Turkish Airlines-Preis von Europa zu erleben. Karten dafür und für alle anderen Tage gibt es online unter www.chioaachen.de/tickets und an der Hotline: (0241) 917-1111.

Seit Anbeginn speziell und einzigartig

Die Frage steht immer wieder im Raum: Was…


Die Frage steht immer wieder im Raum: Was macht das am übernächsten Wochenende beginnende Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen, so speziell und einzigartig? Darauf angesprochen sagte Ludger Beerbaum einmal: «Es wurden ja schon viele Vergleiche bemüht, um Aachen zu beschreiben, ob nun Mekka oder Wimbledon des Pferdesports. Diese Atmosphäre, dieses ganze Flair der Turniertage, die besonderen Stadien, die Zuschauer – all das macht Aachen eben zu Aachen.» Wegen der Tradition und den Gegebenheiten also ist für den erfolgreichen Springreiter aus Riesenbeck der CHIO Aachen so speziell und einzigartig.

Um die Tradition des CHIO Aachen besser zu verstehen, hilft ein Blick zurück. Im «L’Anneé Hippique», dem 1943 erstmals erschienen Jahrbuch des Pferdesports, ist in der Ausgabe von 1967/68 zur 31. Austragung des CHIO Aachen nachzulesen: «Das Weltreitertreffen in der Soers nimmt in der Reihe der großen klassischen internationalen reiterlichen Begegnungen der Welt von Anbeginn einen hohen Rang ein. In jedem Jahr werden schriftlich oder mündlich neue Stimmen laut, die bekunden, dass dem Aachener CHIO der erste Platz gebühre.»

Der Verfasser des Berichtes von damals glaubte nicht, sich dem Verdacht einer übertriebenen nationalen Regung oder der Überheblichkeit auszusetzen, «wenn er dem Aachen-Laurensberger Rennverein und seinem hochverdienten langjährigen Präsidenten Albert Servais, Wiederbegründer des CHIO Bad Aachen nach dem letzten Kriege und Ehrenbürger seiner Heimatstadt, bescheinigt, dass es ihm auch diesmal wieder gelungen ist, seinem CHIO Charakter, Form und Inhalt eines wahren Weltfestes der Reiterei zu erhalten.» Beschrieben wird das Turnier vor 50 Jahren als eine «reiterliche Manifestation auf höchster internationaler Ebene, die über die rein sportliche Bedeutung hinaus mit ihrer weitreichenden Ausstrahlung einen nicht abzuschätzenden Beitrag zur Völkerverständigung und Völkerversöhnung leistet».

Dem ist noch immer so: Ob im Springen, in der Dressur, im Fahren, in der Vielseitigkeit, im Voltigieren – der sportliche Stellenwert des CHIO Aachen ist unvergleichlich hoch. Das ist Basis wie Voraussetzung dafür, dass mittlerweile Jahr für Jahr rund 350.000 Zuschauer aus aller Welt das offizielle Turnier der Bundesrepublik Deutschland in der Soers miterleben. Angesichts globaler Turnierserien hat sich der völkerverbindende Aspekt am Weltfest des Pferdesports indes verändert. Dass Sportpferde von Land zu Land und von Kontinent zu Kontinent reisen, ist heutzutage eine Selbstverständlichkeit. Ebenso gehören Equipen aus unterschiedlichsten Ländern zum gewohnten Bild in den Nationenpreisen, die medial direkt in deren Heimat übertragen werden. Entsprechend sind im Springreiten nach Aachen, Spruce Meadows (Kanada), Genf (Schweiz) und `s-Hertogenbosch (Niederlande) die Stationen im prestigeträchtigen „Rolex Grand Slam of Show Jumping“.

Die spezielle Präsentation von Ländern und deren Pferden findet in der Soers seit 2001 durch farbenprächtige wie berührende Bilder im Rahmenprogramm statt. Heuer sind die Niederlande das Partnerland, das seine Traditionen, seine Pferdezucht und damit auch seine imposanten Friesen vorstellt. Pferde begleiten die Menschen ja seit Jahrtausenden. Das Rahmenprogramm des CHIO Aachen macht das immer wieder aufs Neue deutlich – und trifft damit den Nerv der Zeit. Das Pferd ist Partner im Sport, in der Freizeit und natürlich noch immer auch bei der Arbeit. Und bei jeder Tätigkeit ist die Achtung vor dem Wohlergehen des Tieres entscheidend.

So machen der erstklassige Sport, das farbenprächtige Rahmenprogramm, die spektakuläre Eröffnungsfeier, der herzerweichende Abschied der Nationen, das CHIO Aachen-Village mit all den schmucken Verkaufsständen das Turnier zu einem facettenreichen Event. Zu einem Event, das emotional auf verschiedensten Ebenen berührt, Menschen von nah und fern einbindet und zusammenführt, dank neuster Technologie sogar die direkte Interaktion mit jedem einzelnen Besucher erlaubt. Im Pferdesport ist das einmalig.

«Die Initianten des Aachen-Laurensberger Rennvereins selbst nehmen solches Lob gewiss dankbar zur Kenntnis, aber nicht ohne sich der ihnen damit auferlegten großen Verpflichtung bewusst zu sein, das heißt, nichts zu unterlassen, was nötig ist, in jedem Jahr von neuem in Ehren zu bestehen». Diese Feststellung ist 50 Jahre alt, sie ist im «L’Anneé Hippique» zum CHIO von 1967 nachzulesen. Noch heute hat das damals Geschriebene seine Gültigkeit. Tradition wird beim CHIO Aachen gepflegt und im Wissen um die überlieferten Werte verantwortungsbewusst weiter entwickelt. Auch das macht den CHIO Aachen in der Soers so speziell und einzigartig.

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