Persönliche Bestleistungen und Schampus-Duschen im LUMILEDS-Preis

Sakrale Stille am Dressurviereck? Nicht in Aachen. Okay, nicht immer. Heute Abend im LUMILEDS-Preis, der Grand Prix-Kür der CDI4*-Tour, war jedenfalls ordentlich was los, als Shelly Francis die Siegerschleife entgegennahm und Ingrid Klimke ihren Franziskus zu DJ Ötzi tanzen ließ!

 

„Das war die beste Kür die wir je geritten sind!“, platzte es aus der US-Amerikanerin Shelly Francis heraus nach ihrer 79,305 Prozent-Runde zum Sieg mit Danilo. „Es hat so einen Spaß gemacht! Er war so toll! Ich war so glücklich, dass ich weinen musste“, kam sie aus dem Schwärmen gar nicht mehr heraus. „Brrraver Junge“, lobte sie mit unverkennbar amerikanischem Akzent. Nanu? Deutsch? „Naja, er ist ja ein deutsches Pferd!“ Genauer gesagt, ein Oldenburger. „Ich hatte nicht den besten Grand Prix. Daher war ich einfach nur glücklich, dass er heute so toll ging, egal, was dabei herauskommt.“ Umso besser, wenn es dann auch noch zum Sieg reicht. Dafür gab es nach der Siegerehrung erst einmal eine Champagnerdusche vom Equipechef Robert Dover. Das muss schließlich gefeiert werden.

 

Die Sektflasche kreiste auch bei Familie Klimke, nachdem Ingrid Klimke und Franziskus die nach eigener Einschätzung beste Kür ihrer gemeinsamen Karriere gezeigt hatten und dafür mit 78,390 Prozent und Rang zwei belohnt wurden. „So gut war er noch nie“, freute sich die Reitmeisterin als sie aus dem Stadion kam und der tosende Applaus hinter ihr nur langsam wieder verebbte. „Wenn die Leute klatschen und mitgehen, das liebt er!“ Also nix mit Ruhe am Viereck. Franziskus blüht auf, wenn es heißt: Spot an, Bühne frei! So rührte er seinen Besitzer, Hengsthalter Wilhelm Holkenbrink, zu Tränen, der doch immer davon geträumt hatte, eines Tages mal ein Pferd in Aachen zu haben und nun sogar eines hat, dass das Deutsche Bank Stadion von den Sitzen reißt.

 

Den zweiten Grund zum Feiern im Lager der US-Reiter lieferte Olivia Lagoy-Weltz, die mit ihrem Dänen Lonoir Dritte wurde mit 77,435 Prozent.